Gudrun Pieper MdL

Pieper und von Danwitz erhalten Antwort der Landesregierung zu Zugausfällen im Heidekreis

Heidekreis.  Die Umstellung der Heidebahn vom erixx auf die Deutsche Bahn mit ihrem Tochterunternehmen Regionalverkehre Start Deutschland GmbH (START) hat eine Vielzahl von Fahrgästen frustriert. Große Hoffnungen haben die Berufspendler, Schülerinnen und Schüler in den neuen Betreiber gesetzt und damit in ein Ende der Zugausfälle und Verspätungen. Doch die Situation hat sich nicht verbessert. Aus diesem Grund haben sich CDU-Landtagsabgeordneten Gudrun Pieper und Dr. Karl-Ludwig von Danwitz sowie weitere Abgeordnete aus dem Landkreis Harburg der betreffenden Strecken in einer schriftlichen Anfrage unter der Drs. 18/11492 an die Landesregierung gewandt.

Gudrun Pieper und ihre Kollegen sind sich einig, dass die kürzlich erhaltene Antwort der Landesregierung über die Probleme in dem Unternehmen wenig zufriedenstellend ist. „Zu viele Unwägbarkeiten sind noch zu bewerkstelligen und das muss zügig geschehen“, so Pieper. 

Auf die Frage nach den Gründen der fortdauernden Probleme, trotz Betreiberwechsel im Dezember 2021, verweist die Landesregierung auf Probleme bei der Fahrzeug- und Personalverfügbarkeit. Als Ursache werden personelle Einschränkungen durch die Pandemie angeführt. Des Weiteren bestand, nach Angaben der Landesregierung, ein Engpass in der Beseitigung von Fahrzeugmängeln durch verzögerte Werkstattarbeiten. Mit Inbetriebnahme eines zentralen Werkstattstandorts in Hannover- Leinhausen zu Mitte Juni seien nun die Voraussetzungen geschaffen, dass alle vorgesehenen Fahrzeuge für den Betrieb zur Verfügung stehen können. Zur deutlichen Verbesserung der Personalsituation sollen in den kommenden Wochen zusätzliche Mitarbeiter ausgebildet und eingesetzt werden. Darüber hinaus stehe von Montag bis Freitag in den Hauptverkehrszeiten ein Triebfahrzeugführer zur Verfügung, der bei kurzfristigen Ausfällen einspringen könne. Eine signifikante Häufung von Verspätungsursachen in einzelnen Abschnitten lasse sich jedoch nicht feststellen.

 „Und genau das ist der Punkt, den wir nicht akzeptieren können. Die Attraktivität der Heidebahn leidet, und Bahnkunden weichen wieder auf andere Verkehrsmittel aus“, erklärt Pieper. Die Abgeordneten erwarten von allen Verantwortlichen mehr Engagement zur Behebung des derzeitigen Zustands. „Schon jetzt ist die Situation eine große Belastung. Nach einem knappen Dreivierteljahr seit dem Betreiberwechsel, sollten die wiederkehrenden Ausfälle und Verspätungen längst der Vergangenheit angehören. Technische Probleme dürfen nicht dauerhaft auf dem Rücken der Fahrgäste ausgetragen werden. Wir werden die Thematik weiterverfolgen, zumal hier erhebliche finanzielle Mittel aus dem Landesetat gezahlt werden. Dementsprechend können wir auch mehr Engagement seitens des Unternehmens erwarten,“ so Pieper abschließend.