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19.07.2021, 18:16 Uhr
Waldkindergarten ist eine Bereicherung für Kommunen
Pieper beucht Waldkinder in Buchholz
 Buchholz. Waldkindergärten sind gefragt wie nie. Den ganzen Tag bei Wind und Wetter draußen sein. Nicht nur Eltern wünschen sich für ihre Kinder ein naturnahes Umfeld zum Aufwachsen. In der Regel sehen auch Kommunen in den Waldkindergärten eine Ergänzung ihres Angebots. Die CDU-Landtagsabgeordnete Gudrun Pieper verschaffte sich zum Auftakt ihrer diesjährigen Sommertour, gemeinsam mit dem CDU-Fraktionssprecher der Gemeinde Buchholz/Aller Joachim Plesse und dem CDU-Samtgemeindevorsitzenden Henrik Rump erneut einen Einblick in die Arbeit und die Herausforderungen der Waldkinder Buchholz e.V.

 Seit 2008 kommen dort maximal 15 Kinder von 3-6 Jahren auf dem 3000qm großen, umzäunten Waldgrundstück zusammen, um gemeinsam die Natur zu erkunden. Die Nachfrage sei sehr groß, berichteten die Erzieherinnen und Vorstandsmitglieder Hella Braasch und Inga Papenburg. Neun Kinder seien bereits auf der Warteliste. Da auch die zukünftige Gruppe nach den Sommerferien bereits voll belegt sei, müssten nun Absagen verschickt werden. Trotz des großen Zuspruchs erhielten die Erzieherinnen in Buchholz ein vergleichsweise niedriges Gehalt. Gewöhnlich setzt sich die Finanzierung von Waldkindergärten aus den Kindergartenbeiträge, der Förderung durch die Gemeinde und der Förderung durch das Land zusammen. Die Förderung durch das Land ist gesetzlich geregelt. Dagegen ist die Unterstützung durch die Gemeinde im Wesentlichen eine reine Kosten-Nutzenabwägung. Und genau hier liege das Problem: „Außer der festgelegten Pauschale pro Kind, erhalte man von der Samtgemeinde wenig Unterstützung. In den meisten niedersächsischen Waldkindergärten werden Defizite durch die Gemeinden ausgeglichen“, so Braasch. „Außerdem arbeiten wir hier kostensparender als andere Kitas. Unsere kleine Hütte hat einen Bruchteil eines Kindergartenneubaus gekostet.“ Mit dem Wegfall der Elternbeiträge sei es noch schwerer geworden, die Fachkräfte angemessen zu entlohnen. Ein Zuschuss in Höhe von 10.000 € sei vor einiger Zeit von der Gemeinde gezahlt worden. Nun sei diese Summe, allerdings unter Vorbehalt, noch einmal vorgesehen. Papenburg wies allerdings darauf hin, dass selbst nach diesen Zuschüssen ein Defizit von über 17.000€ bestünde.

Pieper war erstaunt über diese Entwicklung: „Ein Angebot wie der Waldkindergarten ist in jedem Fall eine Bereicherung für die Kommunen unserer Samtgemeinde und eine tolle Ergänzung der bestehenden Kindertageseinrichtungen.“ Das zeige die hohe Nachfrage und der Fakt, dass die wenigsten Kinder aus Buchholz selbst kommen, wie die Erzieherinnen im Vorfeld an Hand einer Auflistung deutlich machten. „Das Angebot wird samtgemeindeweit angenommen und muss deshalb auch von dieser unterstützt werden.“ Die Politiker waren sich einig, dass der Waldkindergarten eine wertvolle pädagogische Ergänzung im Bildungsbereich ist und eine Angleichung zwischen kommunaler und freier Trägerschaft selbstverständlich sein sollte. Sie sicherten zu, diesbezüglich eine Anfrage bei der Samtgemeinde zu stellen.

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