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13.07.2021, 16:51 Uhr
Gudrun Pieper zieht sich zurück

Heidekreis. Nach drei Wahlperioden ist Schluss:  Bei der Landtagswahl im Herbst kommenden Jahres wird die CDU-Landtagsabgeordnete Gudrun Pieper nicht mehr kandidieren. Auch aus der Kommunalpolitik zieht sie sich zurück. Das gab sie in einem Gespräch mit Pressevertretern bekannt.

Sie sei jetzt 65 Jahre alt. Damit sei ein guter Zeitpunkt erreicht, die Aufgabe in jüngere Hände zu legen und sich mit anderen schönen Dingen des Lebens zu beschäftigen, begründete Pieper ihren Rückzug aus der Landes- und Kommunalpolitik. Für sie sei die Zeit im Landtag spannend, intensiv, aber auch arbeitsreich gewesen, sagte Pieper. „Jetzt freue ich mich darauf, mehr Zeit für meine Familie, Freunde und zum Reisen zu haben.“

Als wichtige Ratgeberin würdigte sie der CDU-Samtgemeindeverbandsvorsitzende Henrik Rump, in dessen Hofcafé das Pressegespräch stattfand: „Gudrun hat sich von Beginn an immer für die Belange des Heidekreises im Landtag eingesetzt. Sie hat viele positive Ergebnisse auch für unsere Samtgemeinde erreichen können.“ Er bedauere ihre Entscheidung, könne sie aber auch verstehen. „Mit ihrem Ausscheiden aus der Politik geht uns im Kreistag viel Fachwissen verloren.“ Pieper will ihre Arbeit im Landtag bis zum letzten Tag mit dem gleichen Engagement wie bisher fortsetzen, kündigte sie an und fügte hinzu: „Auch nach dem Ausscheiden aus dem Landtag in gut einem Jahr stehe ich gerne mit Rat und Tat zur Verfügung.“ Aus der politischen Arbeit werde sie sich allerdings künftig raushalten. „Die jüngere Generation muss selbst Ideen entwickeln“, sagte sie im Hinblick auf ihre Nachfolge.

 

Piepers politische Karriere kann sich sehen lassen. Nach dem Start in der Jungen Union, trat sie 1998 in die CDU ein. Seit 2001 gehört sie dem Kreistag an. Von 2007 bis 2014 war sie Vorsitzende des CDU-Kreisverbandes. Drei Legislaturperioden lang war sie Landtagsabgeordnete. Sie hat in ihrer politischen Karriere viel erlebt: der Ausbau der KGS Schwarmstedt, der Deichbau in Gilten, der Kampf um den Neubau des Heidekreis-Klinikums, die Einführung des Förderprogramms Landpartie für eine bessere medizinische Versorgung auf dem Land sind dabei nur einige Höhepunkte ihrer langen Laufbahn.

„Als ich damals gefragt wurde, ob ich für den Landtag kandidieren möchte, war ich zuerst unsicher, ob es das Richtige für mich ist. Doch ich hatte nichts zu verlieren. Wenn ich es nicht versucht hätte, würde ich es heute vielleicht bereuen“, sagte Pieper im Rückblick. „Ich glaube, es war die richtige Entscheidung, dass ich mich der Politik zugewandt habe. Ich bin dankbar für die vielen Erfahrungen, die das Amt einer Abgeordneten mit sich bringt und die nur wenigen Menschen vergönnt sind.“ 

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