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18.07.2019, 11:37 Uhr
Ein Mehr an Lebensqualität

Stellichte. Anlässlich ihrer Sommertour besuchte die CDU-Landtagsabgeordnete Gudrun Pieper, in Begleitung mit der CDU-Gemeindeverbandsvorsitzenden Uta Paschke-Albeshausen, das Heilpädagogische Heim Dr. Kruse in Stellichte und konnte sich einen persönlichen Eindruck vom kürzlich eröffneten Erweiterungsbau `Haus III´ machen.

„Wir investieren und sind nun zukunftsfähig aufgestellt“, freute sich Heimleiter Bastian Kahn. Die neuen größeren Räumlichkeiten bieten bis zu 22 Bewohnern ein Mehr an Wohn- und Lebensqualität. „Es gibt ausschließlich Einzelzimmer zur individuellen Nutzung. Mit einer Größe von 18m2 liegen unsere Zimmer weit über der Norm“, informierte Kahn die Gäste. Das eigene Zimmer sei für die Heimbewohner ein Lebensort für viele Jahre. Es sei daher mehr als nur ein Raum zum Schlafen. Es werde als Rückzugsmöglichkeit oder zum Empfang von Besuchern genutzt. Einen positiven Effekt auf das neue Platzangebot konnte der Geschäftsführer bereits feststellen: die Bewohner sind ausgeglichener und das Zusammenleben damit entspannter geworden.

Offene Wohnbereiche, elektrische Pflegebetten in allen Räumen und große barrierefreie Sanitärbereiche mit Hubbadewannen zeichnen die einzelnen Wohngruppen aus. Diese sind allesamt über einen Fahrstuhl erreichbar. Im Hinblick auf den demographischen Wandel sei das Gebäude zudem multifunktional konzipiert worden, so dass eine spätere Nutzung als Seniorenheim möglich wäre.

Besonders erfreut zeigte sich der Geschäftsführer über die Akzeptanz der teils schwerstmehrfach behinderten Menschen im Ort. „Jeder, der in Stellichte wohnt, kennt das Leben mit Behinderten“, so Kahn. Gudrun Pieper, die ehemals selbst eine Einrichtung für schwerstmehrfache behinderte Kinder geleitet hat, weiß aus eigener Erfahrung, dass diese Arbeit physisch und psychisch sehr anspruchsvoll sein kann: „Die Mitarbeiter leisten täglich sehr engagierte Arbeit. Den Menschen mit Behinderung wird hier mit Zuwendung und Wertschätzung begegnet.“

Ergänzend dazu stattete sie Ortsvorsteherin Birgit Podlech im benachbarten Dorfladen einen Besuch ab. Dabei konnten die Politikerin erfahren, dass das Wort Inklusion in Stellichte keine leere Hülle bleibt. Mit ihrem Dorfladen und Café haben sich die Stellichter - gefördert durch Leader-Mittel und viel engagierte Eigenleistung - nicht nur eine wichtige Versorgungsmöglichkeit und einen Treffpunkt in ihrem Dorf geschaffen. Jeden Freitagnachmittag findet hier auch ein Inklusionscafé statt. Drei Heimbewohner mit ihren Betreuern bringen selbstgebackene Torten mit und unterstützen das Café als Servicekräfte. Dienstags wird aus dem Dorfladen ein Wunschladen. Die Bewohner können an diesem Vormittag in aller Ruhe einkaufen gehen. Birgit Podlech berichtete, dass sich das Dorf mehr und mehr geöffnet habe und ist sich sicher, dass auch das Café mit all seinen Angeboten zur Steigerung der Lebensqualität im Dorf beitrage. „Viele Eltern der Bewohner sind bereits in unseren Verein eingetreten oder haben für unser Projekt gespendet, auch wenn sie gar nicht aus unserer Region kommen.“ Pieper zeigte sich von der Kooperation zwischen Heim und Dorfladen beeindruckt: „Menschen mit Behinderung mit Respekt zu begegnen und sie als selbstverständliche Mitglieder in der Gemeinschaft zu respektieren, wird in Stellichte nicht nur vorbildlich umgesetzt, sondern gelebt.“

 

 

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