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18.01.2019, 10:04 Uhr
Konstruktives Gespräch über Unregelmäßigkeiten bei Postzustellung
 

Schwarmstedt. Die zahlreichen Beschwerden von Bürgerinnen und Bürgern über Unregelmäßigkeiten bei der Briefzustellung in der Samtgemeinde Schwarmstedt beschäftigt bereits seit längerem den Samtgemeinderat, aufgrund einer Anfrage der CDU Samtgemeinderatsfraktion. Die CDU-Landtagsabgeordnete Gudrun Pieper nahm dies jetzt zum Anlass, die Deutsche Post AG um eine Stellungnahme zu bitten. Gemeinsam mit dem CDU-Samtgemeindeverbandsvorsitzenden Henrik Rump traf sie den Regionalen Politikbeauftragten Stephan Siekmann zu einem persönlichen Gespräch in ihrem Wahlkreisbüro.


 

„Es sollte die Ausnahme sein, dass Briefe verspätet ankommen“, sagte Pieper. „Nicht nur für Privatleute ist es ein Problem, wenn wichtige Schreiben nicht zügig abgeliefert würden. Auch Gewerbetreibende sind darauf angewiesen, dass sie Geschäftsbriefe oder Rechnungen sicher und fristgerecht erreichen.“

Stephan Siekmann erklärte den Politikern, dass man nicht außer Acht lassen dürfe, dass Massensendungen, wie die Dialogpost, andere Beförderungszeiten als gewöhnliche Briefe haben. Diese müssten nicht am Folgetag ankommen. Dialogpost dürfe sogar bis zu vier Tage unterwegs sein. Auf 85 Prozent der Gesamtpostmenge träfe das mittlerweile zu. „Wenn zwischenzeitlich keine Post ankommt und an einem anderen Tag dagegen gleich mehrere Briefe im Hausbriefkasten liegen, erweckt das den Eindruck von Unregelmäßigkeit. Tatsächlich ist es uns allerdings durchaus möglich und völlig im Rahmen, wenn Dialogpost gezielt gesammelt zugestellt wird. Der gewöhnliche Brief wird von uns jedoch immer sofort und somit schnellstmöglich zugestellt“, ergänzte Siekmann. Er merkte an, dass nur der Poststempel als Anhaltspunkt heranzuziehen sei, wenn es darum ginge festzustellen, ob Briefe verzögert ankommen.

Laut Stephan Siekmann habe sich die Zustellsituation in der Samtgemeinde wieder stabilisiert. Die Post habe dazu im Spätherbst 2018 eine gleichmäßige Neuverteilung der Arbeit auf die Mitarbeiter vorgenommen und eine zusätzliche Zustellkraft auf Dauer eingestellt. Anlass sei die deutlich gewachsene Zahl an Paketen gewesen, die eine Folge des Onlinehandels darstelle.

Im neuen Jahr habe es noch keine nennenswerten Störungen gegeben.

Erfreut über solch positive Nachrichten erklärte die Abgeordnete: „Dass Zeitschriften, Zuschriften und vor allem wichtige Briefe regelmäßig zugestellt werden, bedeutet den meisten Menschen sehr viel – für ihr privates wie für ihr berufliches Leben. Sie empfinden es als wichtigen Teil ihrer Grundversorgung. Dass die Post auch in Dörfern und kleinen Städten, eingeworfen wird, ist mit Lebensqualität verbunden.“

 

Stephan Siekmann zeigte sich zuversichtlich, dass die zuletzt aufgetretenen Probleme sowohl bei der Brief- als auch bei der Paketzustellung in Schwarmstedt weitestgehend behoben sind.

Er informierte Pieper und Rump, dass die Deutsche Post mit der Einrichtung eines zusätzlichen Zustellbezirks bereits Maßnahmen ergriffen habe. Doch werde man in der Angelegenheit weiter am Ball bleiben. „Trotz der erhöhten Belastung bei der Paketzustellung, begründet durch die zunehmende Zahl der Internetbestellungen, tun wir unser Möglichstes, um unseren Kunden einen guten Service zu bieten“, betonte Siekmann deutlich.

Rückblickend, so der Postvertreter, sei das Brief- und Paketaufkommen vor und nach Weihnachten dennoch eine permanente Herausforderung selbst für einen großen Logistiker gewesen. Das neu aufgestellte Zustellteam, aber auch das bisher moderate Wetter, hätten für eine weitestgehend reibungslose Arbeit und die Bewältigung der Verkehrsspitzen gesorgt. Im neuen Jahr habe es noch keine nennenswerten Störungen gegeben.

 

Gegenüber den Politikern erklärte er weitere Hintergründe der Betriebspraxis. Demnach habe aufgrund des zusätzlichen Zustellbezirkes eine neue Aufteilung der Arbeit erfolgten müssen. Diese Umverteilung, teilweise mit Kräften aus anderen Zustellbezirken, könne wiederum dazu führen, dass nicht alle zur Zustellung vorliegenden Sendungen innerhalb der vorgesehenen Arbeitszeit an die Empfänger ausgeliefert werden, da sich die Zusteller erst mit der neuen Tour vertraut machen müssten. Mittlerweile dürfe es auch in diesem Bereich keine nennenswerten Störungen mehr geben.

Abschließend machten Rump und Pieper deutlich, dass sie das Problem nicht bei den sehr engagierten Mitarbeitern sehen, sondern eher die bisherige Organisation kritisch betrachten. Durch die jetzt getroffenen Maßnahmen erhoffen sie sich eine strukturelle Verbesserung und dankten dem Politikbeauftragten Siekmann für das sehr konstruktive Gespräch.

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