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04.07.2018, 12:18 Uhr
Freud und Leid in Wietzendorf
Wietzendorf. Zum Abschluss ihrer Sommertour besuchte CDU Landtagsabgeordnete Gudrun Pieper in diesem Jahr die Gemeinde Wietzendorf. An der Grundschule mit der Außenstelle der Oberschule Soltau empfingen die beiden kommissarischen Schulleiter Saskia Krumwiede und Klaus Kolmsee die Abgeordnete, zusammen mit dem neuen CDU Gemeindeverbandsvorsitzenden Oliver Krasser und CDU Ratsmitglied Christoph Drewes, um sie über die neusten Entwicklungen zu informieren.

v.lks: Christoph Drewes (CDU Wietzendorf), Oliver Krasser, Klaus Kolmsee, Saskia Krumwiede, Gudrun Pieper
 „Wir sind hier sehr gut aufgestellt. Die Klassen sind zweizügig und die Größe bleibt stabil. Unsere Schülerzahlen im Ganztag steigen stetig“, berichtete Krumwiede. „60% der Grundschulkinder nutzen dieses Angebot bereits.“ Doch vom Land Niedersachsen wird die offene Ganztagsschule nur an vier Nachmittagen finanziert. Für berufstätige Eltern ist dies oft problematisch, weil entweder ein Elternteil nicht voll arbeiten kann oder weil die Betreuung an den anderen Tagen organisiert werden muss. Die Grundschule in Wietzendorf bildet hier eine Ausnahme. „Wir bieten von montags bis einschließlich freitags die Ganztagsbetreuung an. Außerdem gibt es noch eine Frühbetreuung ab 7.30Uhr“, informierten die Schulleiter. Die Kosten dafür trägt die Gemeinde. Die Angebotsvielfalt in den Nachmittagsstunden ist groß. Projekte und Lernwerkstätten wechseln sich mit AGs wie Musikschule, Sport oder Theater ab. Gudrun Pieper begrüßte dieses Vorgehen: „Die Ganztagsbetreuung ist zeitgemäß und auch ein wichtiger Beitrag zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Damit stellt sie für Wietzendorf einen wichtigen Standortfaktor dar.“ Allerdings sollte die Betreuung nicht zum Abstellen der Kinder missbraucht werden, so Kolmsee. Es käme immer wieder vor, dass besonders Erst- und Zweitklässler mit dem ganztäglichen Angebot überfordert seien. „Dann müssen auch wir als Schulleiter flexibel reagieren und den Eltern nahelegen, das Kind vorübergehend an weniger Tagen am Ganztag teilnehmen zu lassen. Zudem nehme die Zahl der Kinder zu, die bei Einschulung noch nicht in vollem Umfang schulfähig sei. Pieper ergänzte: „Aus diesem Grund haben wir zu Recht beschlossen, dass Eltern, deren Kinder zwischen Anfang Juli und Ende September sechs Jahre alt werden, ab diesem Jahr wieder selbst bestimmen können, ob sie es von der Einschulung zurückstellen lassen wollen oder nicht. Die Kinder entwickeln sich in diesem Alter sehr unterschiedlich. Unser Ziel muss sein, dass der Schulstart gelingt, positiv in Erinnerung bleibt und damit eine gute Entwicklung ermöglicht.“

Durch die Angliederung der Außenstelle der Oberschule Soltau ist es den Schülerinnen und Schülern möglich, die 5. und 6. Klasse ebenfalls in Wietzendorf zu verbringen. „Die zwei zusätzlichen Jahre an unserer kleinen Schule stärken und festigen die Kinder. Das erleichtert ihnen den Übertritt in das große System“, machte die Schulleiterin deutlich. Sorge bereitet der Schule allerdings der kommende Abschied von Klaus Kolmsee in den Ruhestand. Das trifft das Kollegium umso härter, da, in Zeiten schlechter Unterrichtsversorgung, bis jetzt kein Ersatz gefunden werden konnte. Dem Antrag Kolmsees bei der Landesschulbehörde auf Verlängerung seiner Dienstzeit um ein weiteres Jahr wurde nicht stattgegeben. Ein möglicher Grund könnte der geplante 14-tägige Urlaub des Lehrers sein. Da dieser außerhalb der Schulferien liegt, hat Kolmsee Sonderurlaub ohne Bezüge beantragt. Dies wurde abgelehnt. Ein Brief der Elternschaft an Kultusminister Grant Hendrik Tonne blieb unbeantwortet. Die Zeit drängt. Die Sommerferien haben bereits begonnen. Ob der Schulleiter nach den Ferien weiter unterrichten kann, weiß niemand. Gudrun Pieper sicherte ihre volle Unterstützung zu. „Mit Klaus Kolmsee steht der Schule in Wietzendorf ein erfahrener geachteter Schulleiter zur Seite, der mit Verlängerung seiner Dienstzeit beweist, wie sehr ihm seine Schule am Herzen liegt. Es ist für mich schwer nachvollziehbar, dass es keine Möglichkeit geben soll, im Interesse der ganzen Schule, eine kurzfristige Lösung zu finden.“

 

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