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Neuigkeiten
01.08.2021, 10:23 Uhr
Naturerlebnis in den Mittelpunkt stellen
Bad Fallingbostel. Es war und ist eine schwierige Zeit. Jugendherbergen haben während der Corona-Pandemie schwer gelitten. „Wir sind stärker betroffen als die Gastronomie“, macht Jugendherbergsvater Frank Kästner deutlich. Gibt es eine Chance für unsere Jugendherbergen? Wie kann man kommende Herausforderungen meistern? Gudrun Pieper MdL nutzte ihre Sommertour in Bad Fallingbostel, um mit dem Vorstand des DJH Landesverbandes Hannover e.V. über Aktuelles und Zukünftiges zu sprechen. Dabei wurde sie von den Mitgliedern des CDU-Stadtverbands Sabine Jung und Rainer Arndt begleitet.

v. lks.: Rainer Arndt, Sabine Jung, Gudrun Pieper, Frank Kästner, Detlev Loos, Norbert Dettmer
 „Die Jugendherberge in Bad Fallingbostel ist in die Jahre gekommen und muss saniert werden“, brachte es Geschäftsführer des DJH Landesverbands Norbert Dettmer gleich zu Beginn auf den Punkt. Mit 92 Betten sei das Haus zudem das kleinste der 21 im gesamten Landesverband. Um die Wirtschaftlichkeit zu gewährleisten wären 120 Betten von Nöten. Kästner verwies darauf, dass Gäste gerade aufgrund der Größe nach Bad Fallingbostel kämen. Die Atmosphäre sei familiärer als in größeren Einrichtungen. Natürlich denke er über eine Erweiterung nach. Da sich das Haus mitten im Wohngebiet von Bad Fallingbostel befindet, sei das jedoch schwer auf dem vorhandenen Grundstück zu realisieren. Eventuell käme der Ankauf eines angrenzenden Grundstückstreifens infrage. Sabine Jung und Rainer Arndt sicherten zu, diesbezüglich genaue Informationen einzuholen.

Die Jugendherberge in Bad Fallingbostel ist noch in anderen Punkten besonders. Mit ihrer ländlichen und doch zentralen Lage zu den Großstädten, dem Heide-Park, Weltvogelpark und Serengeti Park in unmittelbarer Nähe und der einzigartigen Heidelandschaft mit ihren vielfältigen Wander- und Radwegen. „Die optimale Lage und abwechslungsreichen Angebote sind die beste Voraussetzung für erfolgreichen, naturnahen Tourismus", ist Gudrun Pieper überzeugt. Detlev Loos erläuterte, dass Bad Fallingbostel kein touristisch relevanter Standort sei. Die Einrichtung würde durch die stärkeren Häuser am Steinhuder Meer und in den Großstädten wie Hannover oder Bremen mitfinanziert. Alle Anwesenden waren sich allerdings einig, dass das Naturerlebnis im ländlichen Raum einen besonderen Stellenwert einnehme. Dabei berichtete Dettmer von einer Schulklasse aus Bremerhaven, die in Bodenwerder ihre Klassenfahrt machte. Aufgebrachte Eltern riefen gleich am ersten Abend in der Jugendherberge an und beschwerten sich über die unzumutbaren hygienischen Bedingungen. Die Kinder hätten erzählt, überall seien Kakerlaken. Es stellte sich dann allerdings schnell heraus, dass es keine Kakerlaken waren, sondern Schwärme von Maikäfern, die sich im Haus verirrt hatten. „Sowas kann man nicht planen. Das kann man nur auf dem Land erleben und es bleibt immer in Erinnerung.“

Die Freizeitparks seien sowohl für Schulklassen als auch für Familien ein wichtiger Entscheidungsfaktor in die Region zu kommen, informierte Kästner die Politiker. Die meisten

Schulklassen kämen aus Niedersachsen. Aber auch Gäste aus Sachsen-Anhalt oder Brandenburg seien dabei. Während osteuropäische Freizeitparkbesucher durch die Pandemie komplett weggebrochen seien, nehme der Fahrradtourismus erfreulicherweise kontinuierlich zu. Themen für Schulklassen außerhalb der Freizeitparks gebe es genug: „Wir arbeiten mit verschiedenen Partnern zusammen, um Kindern und Jugendlichen die Natur näher zu bringen. So kooperieren wir z.B. mit dem Archäologischen Museum in Bad Fallingbostel, dem NABU, dem AGIL Büro für angewandte Archäologie aus Lüneburg und dem Wolfscenter Dörverden.“

 Es gilt für unsere Jugendherberge in Bad Fallingbostel langfristig eine existenzsichernde Lösung zu finden, denn Jugendherbergen schaffen eine wunderbare Begegnungsmöglichkeit, um unter anderem soziale Verantwortung und Freizeitgestaltung durch Sport, Spiel, Gespräche und gemeinsame Aktionen zu fördern“, fasst die Abgeordnete ihren Besuch zusammen.