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Neuigkeiten
29.07.2021, 13:52 Uhr
Nachhaltigkeit zum Ziel gemacht
 Bad Fallingbostel. Einmal im Jahr geht die Landtagsabgeordnete Gudrun Pieper (CDU) auf Sommertour, um mit Menschen, Vereinen und Betrieben der Region ins Gespräch zu kommen. In diesem Rahmen hat sie in Begleitung von Sabine Jung und Rainer Arndt aus dem CDU-Stadtverband das Werk der Eckes-Granini Deutschland GmbH in Bad Fallingbostel besucht. Das Corona-Jahr 2020 hat auch in der Fruchtsaftindustrie zu Umsatzeinbußen geführt. Während sich die Verkaufszahlen im Gastronomiebereich bis jetzt noch nicht vollständig erholt haben, ist der Umsatz im Lebensmittelhandel deutlich gestiegen. Alles in allem ist Werksleiter Hermann Naumann zufrieden, wie der Standort Bad Fallingbostel, ohne nennenswerte Corona-Ausbrüche, durch die Pandemie gekommen ist und sich stetig weiterentwickelt.

„Wir haben jetzt wieder einen normalen Pegel erreicht“, berichtete Naumann. Doch Corona habe den Markt nachhaltig verändert: „Der Verkauf wird nicht mehr nur klassisch über den Handel laufen. E-Commerce gewinnt immer mehr an Bedeutung. Das werden wir beim Aus- und Aufbau neuer und bestehender Vertriebskanäle besonders in den Fokus nehmen.“

Im kontinuierlichen 3-Schicht-Betrieb arbeiten in Bad Fallingbostel 143 Mitarbeiter.
Ca. 600.000 Flaschen werden jeden Tag in Bad Fallingbostel auf 32 LKWs verladen. Zahlen, die sich sehen lassen können. Fortlaufende Investitionen haben dazu beigetragen, dass Eckes-Granini sich am Markt über die Jahre immer wieder behaupten konnte. Gudrun Pieper, als Vorsitzende des Ausschusses für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung, wies darauf hin, dass die neue EU-Förderperiode demnächst starte und einige Neuerungen mit sich bringe. Beispielsweise sei die Bekämpfung des Klimawandels ein Schwerpunkt. „Es wird großer Wert auf Nachhaltigkeit gelegt. Der Weg zu einer modernen, und ressourceneffizienten Wirtschaft soll geebnet werden.“ Naumann, dem Nachhaltigkeit ein großes Anliegen ist, bat die Abgeordnete um weitere Informationen, um Fördermittel für zukünftige Investitionen zu beantragen.

2003 hat Eckes-Granini die Produktion als erster Markenartikler komplett auf Kunststoff umgestellt. „Das Interesse an Glasgebinden war gering. Der Kunde wünschte sich ein leichteres Material“, so Naumann. Für das Unternehmen bedeutete die neue Kunststoffanlage einen riesigen Erfolg. Man sei kaum mit der Produktion hinterhergekommen. „Die Kunden haben uns die PET-Flaschen förmlich aus den Händen gerissen.“ Letztlich habe der Konsument die Ausrichtung des Unternehmens bestimmt. „Heute ist Kunststoff aus unserer Gesellschaft nicht mehr wegzudenken“, merkte er an. Dass PET-Flaschen und Nachhaltigkeit aber nicht im Widerspruch stehen, wurde im Gespräch mit den Politikern ebenfalls deutlich. „Unsere 1-Liter-Flasche Hohes C besteht bereits zu 100 Prozent aus recyceltem Plastik.“ Das spare nicht nur Plastik ein, sondern auch etliche Tonnen CO2. Weitere Flaschen sollen folgen. Der Werksleiter berichtete den Gästen, dass ab Herbst 2021 alle Produkte bepfandet werden. Der Verbraucher trage dann maßgeblich dazu bei, dass die Flaschen dem Wertstoffkreislauf zurückgeführt und wiederverwertet werden können. Das schone Ressourcen und schütze unser Klima. Auf die Frage Piepers, ob die Kunststoffflaschen den Geschmack des Safts verändern, klärte er auf, dass Eckes-Granini eine besondere Methode verwende, um die Qualität, den Geschmack und den Vitamingehalt des Produkts zu bewahren. Die Innenseite der PET-Flasche wird mit einer hauchdünnen Glasschicht überzogen. Diese Beschichtung lässt sich im Recyclingprozess problemlos abwaschen.

Naumann hob außerdem hervor, wie sehr das Unternehmen auf Schonung der Ressourcen achte: „Von 1990 bis 2020 haben wir unseren Wasserverbrauch um 67% gesenkt. Der Gasverbrauch konnte sogar um 75% reduziert werden.“ Ein Dorn im Auge ist dem Leiter die ausstehende Nutzungsgenehmigung für das werkseigene Brunnenmineralwasser. Vor Jahrzehnten war bereits eine Genehmigung erteilt worden. 2015 gaben Eckes-Granini und Mondelez aus eigenem Antrieb ein umfangreiches neues Gutachten in Auftrag. Die Expertise liege bereits seit 2016 vor. Seitdem warte man auf die amtliche Anerkennung dieses Gutachtens. „Es handelt sich hier um ein Lebensmittel, das verarbeitet wird“, ärgert sich Hermann Naumann. Es ist für uns nicht verständlich, warum wir nach mittlerweile sechs Jahren noch keine Rückmeldung der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises erhalten haben.“ Pieper und ihre Begleiter können ebenfalls nicht nachvollziehen, warum es hier nicht weitergeht. Sie sicherte zu, dass sie schnellstmöglich zur Klärung beitragen will.

 

Nach dem Besuch zeigte Gudrun Pieper sich sehr beeindruckt: „Eckes-Granini ist ein wichtiger Arbeitgeber in unserer Region, der Nachhaltigkeit fest in seiner Unternehmensphilosophie verankert hat. Schon jetzt ist das Unternehmen ein Vorreiter bei der Entwicklung und Umsetzung von nachhaltigen und wirtschaftlichen Ideen.“