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03.08.2009, 18:01 Uhr
Mit Leib und Seele
Sommertour 2009: Gudrun Pieper besucht Wietzendorf
Ob Südsee-Camp, Forellenzucht Levernzhof oder Haus Bethesda – die Wietzendorfer Unternehmen sind mit Leib und Seele bei der Sache. CDU Landtagsabgeordnete Gudrun Pieper, die sich zurzeit auf Sommertour durch den Wahlkreis befindet, ließ sich mit Freude von der CDU-Gemeindeverbandsvorsitzenden Ilsemarie von Deylen und dem stellvertretenden Ortsvorsteher Gerhard Meyer einen Tag durch Wietzendorf leiten und konnte bemerkenswerte Eindrücke sammeln.


Der erste Besuch an diesem Tag führte zum Südseecamp. Geschäftsführer Per Thiele begrüßte seine Gäste und lud sie direkt zu einer Rundfahrt über den komplett ausgebuchten Campingplatz ein. Von den 5000 Urlaubern sind über 50% Stammgäste. Thiele erläuterte den Erfolg: „Unser Vorteil ist es, dass wir sehr früh angefangen haben und uns kontinuierlich weiter entwickeln.“ Eine Attraktion der besonderen Art befindet sich gerade im Bau. Ein Hochseilgarten, für den Thiele rund 250.000€ investiert, soll das ohnehin schon reichhaltige Angebot noch erweitern. Zudem ist ein modernes Veranstaltungsgebäude in Planung.
Enttäuscht äußerte sich der Geschäftsführer über die stockende Entwicklung in Punkto Factory Outlet Center. Ein nahe gelegenes FOC würde dem Südseecamp durchschnittlich 5% mehr Gäste bringen. Thiele teilte Piepers Ansicht, dass es Ziel sein müsse möglichst zeitnah ein Outlet Center in diesem Landkreis zu errichten. Ob der Standort Soltau, Bispingen oder Bad Fallingbostel heiße, wäre dabei vollkommen gleichgültig. „Wir müssen alles dafür tun, dass der Tourismus unterstützt wird, schließlich profitieren wir alle davon“, betonte die Landtagsabgeordnete.

Tourismus spielt auch für die Familie Winkelmann in Meinholz eine wichtige Rolle. Der Leverenzhof, der sich schon seit 500 Jahren in Familienbesitz befindet, bietet seinen Gästen 4-Sterne-Urlaub auf dem Bauernhof. Die vier Ferienhäuser sind gut ausgelastet. „Wir sind zwar nicht die billigsten, aber wenn die Qualität stimmt, spricht sich das schnell herum“, hob Ute Winkelmann hervor. Dass Familie Winkelmann nicht nur ein Händchen für ihre Feriengäste hat, beweisen sie mit ihrer stetig expandierenden Lachsforellenzucht. Mittlerweile haben sie sich zum größten Forellenproduzenten im norddeutschen Raum etabliert.
Besonders interessiert ließ sich Gudrun Pieper von Hermann Winkelmann in die Geheimnisse der Fischzucht einweisen. Der Rogen (Fischeier) kann nur einmal im Jahr, von Mitte November bis Ende Dezember, entnommen werden. Dann ist auf dem Leverenzhof Schlachtezeit. 100 Tonnen Fisch werden in diesem Zeitraum geschlachtet. Der Kaviar und die Lachsforellen werden dann an den Großhandel weiter verkauft. Bei der Produktion setzt Familie Winkelmann auf neueste umweltschonende Technologien aus Dänemark. „Mittlerweile haben wir eine feste Zusage, dass wir für unsere geplante Erweiterung Fördergelder aus dem EFF (europäischen Fischereifond) bekommen“, freut sich Winkelmann. „Auch Sie, Frau Pieper, haben ihren Teil dazu beigetragen.“ Beeindruckt sicherte die Landtagsabgeordnete zu, die Lachsforellenzucht mit dem Ausschuss Bund, Europa, Medien, in dem sie Mitglied ist, in nächster Zeit zu besuchen.


Bei dem abschließenden Besuch des Alten- und Pflegeheims Haus Bethesda wurde Gudrun Pieper herzlich von einer Reihe von Heimbewohnern empfangen. Heimleiter Horst Streibel berichtete Pieper über die Schwierigkeiten geeignetes Personal zu finden. Das Interesse am Beruf des Altenpflegers sei deutlich gesunken, obwohl der Arbeitsmarkt gute Aussichten biete. Streibel äußerte erfreut, dass trotzdem eine zweite Auszubildende eingestellt werden konnte. „Sehr positiv sei anzumerken, dass es Änderungen im Pflegeversicherungsgesetz gegeben hat, somit haben wir jetzt die Möglichkeit, zusätzliche Betreuungskräfte (Alltagsbegleiter) für die Begleitung der Demenzerkrankten einzustellen“, bemerkte der Heimleiter. Aktuell ist es möglich für demente Bewohner einen sogenannten Alltagsbegleiter einzustellen. Diese speziell geschulte Person solle in keinem Fall Hilfspflegekraft werden, sondern sei für das seelische Wohlbefinden der Bewohner wichtig. Fortbildungen in dem Bereich werden bereits angeboten. Gudrun Pieper, die die Einrichtung bereits im Dezember 2007 ebenfalls besucht hatte, bemerkte, dass im Pflegebereich der richtige Weg eingeschlagen wurde und versprach das Haus Bethesda wieder zu besuchen.

 

 

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