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03.08.2009, 17:52 Uhr
Alles unter einem Dach
Gudrun Pieper zu Besuch im Rettungszentrum Rethem
„Dieser Bau ist eine gelungene Sache.“ Vertreter der Polizei, Feuerwehr
DLRG und Johanniter-Unfall-Hilfe  in Rethem sind sich in diesem Punkt einig: Die Errichtung des Rettungszentrums bringt nur Vorteile. Kurze Dienstwege machen eine enge und konstruktive Zusammenarbeit möglich. Davon konnte sich auch Landtagsabgeordnete Gudrun Pieper (CDU) bei einem Besuch, anlässlich ihrer Sommertour, überzeugen.

Im Meinungsaustausch mit Polizeioberkommissar Manfred Kröger und Willi Timrott wurden die Vor- und Nachteile einer kleinen Außenstelle wie Rethem besprochen. Besonders der persönliche Kontakt zu den Bürgern sei ein nicht zu unterschätzender Vorteil. Da von vielen Einwohnern die familiären Hintergründe bekannt sind, steige die Hemmschwelle eine Straftat zu begehen. In der Statistik Rethems seien dementsprechend Delikte wie Einbruch oder Diebstahl eher rückläufig, während Betrugsverfahren, insbesondere die Internetkriminalität, deutlich zugenommen haben. Besorgt äußerten sich die Polizisten über Einsparmaßnahmen der Regierung im Beamtenwesen. Die Polizeizulage (Gefahrenzulage) wird zwar derzeit noch gezahlt, ist aber nicht mehr pensionsberechtigt, zu beklagen wäre auch der Personalmangel. „Bei unserem Bekleidungsgeld ist ebenfalls gekürzt worden, hob Timrott hervor. Pieper machte deutlich, dass das Einsparpotenzial bei den Beamten mittlerweile ausgeschöpft sei.
 


Beim anschließenden Rundgang durch die Räumlichkeiten von Feuerwehr und DLRG erfuhr die Landtagsabgeordnete vom Stützpunktleiter des DLRG Hans-Hermann Höltje, dass dringend ein neues Einsatzfahrzeug benötigt wird. Bereits zweimal sei der jeweilige Antrag abgelehnt worden, obwohl das 32 Jahre alte Fahrzeug augenscheinlich den nächsten TÜV nicht übersteht. Gudrun Pieper sicherte zu mit Minister Uwe Schünemann Rücksprache zu halten.

Im Gespräch mit Gemeindebrandmeister Georg Mahler und Ortsbrandmeister Cord Biewig wurde die Sonderstellung der Feuerwehr in der Bundesrepublik deutlich: „Freiwillige Ortswehren gibt es nur in Deutschland“, so Mahler. „Wir haben deshalb sehr mit den EU-Vorschriften zu kämpfen. In der EU muss unsere Sonderstellung unbedingt herausgestellt werden. “ Pieper bekräftigte dies mit dem Appell     unbedingt zu den Europawahlen zu gehen, damit Vertreter Deutschlands im Europaparlament Position beziehen können. Sie ergänzte, dass die Ortswehren auch zum Allgemeinwohl beitragen. Leider nehmen immer weniger Bürger ein Ehrenamt an. Biewig sprach sich deshalb ausdrücklich für die Einführung einer Ehrenamtskarte aus. Pieper lobte Unternehmen, die ehrenamtliche Tätigkeiten unterstützen und ihre Mitarbeiter z.B. dafür freistellen und forderte dafür eine besondere Auszeichnung.


Abgerundet wurde der Tag durch einen Besuch bei der Johanniter-Unfall-Hilfe. Stützpunktleiter Ralf Kühne informierte über die Probleme in der Alarmierbarkeit. „Manchmal lösen die Pieper aus, manchmal nicht“, so Kühne. Allerdings käme jeder Alarm an, da er zusätzlich an verschiedene Handys und an das Haustelefon geschickt wird. Das Problem könne man wahrscheinlich über Digitalfunk lösen. Die Landtagsabgeordnete sichtete zu weitere Informationen zu dem Thema einzuholen. Sorge bereitet Ralf Kühne die zu erwartende Zunahme an Schweinegrippefällen ab Spätsommer dieses Jahres, da der Impfstoff wahrscheinlich erst ab Herbst verfügbar ist. Allerdings habe der Landkreis das Kontingent mit dem Medikament Tamiflu bereits aufgestockt. Die Einladung einen 24 Stunden Dienst bei den Johannitern zu leisten, nahm Gudrun Pieper erfreut an und versprach den Bereitschaftsdienst in nächster Zeit anzutreten.

 

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