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13.07.2009, 09:22 Uhr
Vom Ertrag profitieren die nächsten Generationen
CDU Landtagsabgeordnete Gudrun Pieper und Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen auf Forstamtsexkursion
Der Einladung des Waldbesitzerverbandes Niedersachsen e.V. folgend, nahm Landtagsabgeordnete Gudrun Pieper gemeinsam mit Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen vor kurzem an einer Forstamtsexkursion nahe Schwarmstedt teil.
Schwerpunkt der Besichtigung des Waldstücks von Privatwaldbesitzer Jens Graas-Pfeifer war der Umbau von Kiefernbeständen in Mischwald, zur Ertragssteigerung und Verbesserung des Humuszustandes.
Schwarmstedt - Richard Brandes, Leiter des Forstamts Heidmark, klärt auf: „ Der Boden hier besteht zum Großteil aus wenig nährstoffreichen Allertalsanden. Der Sturm Kyrill hat viel Schaden an dem zum Großteil aus Kiefern bestehenden Wald angerichtet, da das Bodensystem nicht ausreichend gefestigt ist.“ Um den Humuszustand zu verbessern pflanzt man nun zu maximal 30% Rotbuche als sogenannte „dienende Holzart“ dazu. Die robuste Kiefer, als Teil der natürlichen Waldgesellschaft, liefert jedoch nur relativ geringe Erträge. Mittlerweile werden zu 70% leistungsstarke und ertragreiche Douglasien und Roteichen angepflanzt. „Mit diesem Konzept sind wir für die Zukunft und den Klimawandel gut aufgestellt“, bemerkte Norbert Leben, Vorsitzender des Waldbesitzerverbandes.  
Nach Minister Ehlens Einschätzung wisse man nicht, wie schlimm der Klimawandel sich äußern wird und in welcher Zeitspanne das passiert. Ein Eingreifen sei in jedem Fall unerlässlich. Ehlen und Landtagsabgeordnete Pieper waren sich dementsprechend einig, dass die momentane finanzielle Förderung der Kulturkosten von bis zu 80% dringend notwendig sei, um den Privatwaldbesitzer zu unterstützen. Denn Waldbesitzer Graas-Pfeifer hat von seinem 15 Hektar großen Waldstück allenfalls Kosten: er wurde vor 72 Jahren gepflanzt, Kyrill hat ihm geschadet und vom Ertrag profitieren erst die nächsten Generationen.
Deshalb sei besonders die Beratung des Försters zum Umbau für ihn so wichtig gewesen. Das „Handwerkzeug des Försters“ wie es Norbert Leben nennt, sei hierbei die Standortkartierung. Nur so können Empfehlungen zum Waldumbau ausgesprochen werden. Ziel ist es, bis 2020 die Kartierung abzuschließen, um flächendeckende finanzielle Förderungen zu gewährleisten.

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