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06.05.2008, 16:28 Uhr
Gudrun Pieper besucht Grünes Zentrum
Boom an den Agrarmärkten kommt bei den Landwirten nicht an

Bad Fallingbostel. Der momentane Boom an den Agrarmärkten kommt bei vielen Landwirten im Landkreis Soltau-Fallingbostel nicht an. Trotz teilweise erheblich gestiegener Lebensmittelpreise herrscht in der heimischen Landwirtschaft ein starker Kostendruck. Dies machte Kreislandwirt Heiner Beermann in einem Gespräch mit der Landtagsabgeordneten Gudrun Pieper (CDU) deutlich.

„Durch die gestiegenen Getreidepreise sind auch die Beschaffungskosten für die Rohstoffe für Biogasanlagen in die Höhe geschnellt“, so Beermann. Viele Anlagen könnten derzeit trotz Einspeisevergütung nicht kostendeckend betrieben werden.

Ähnlich problematisch sieht die Situation für die Milchbauern aus. Während sich Futtermittel deutlich verteuert haben, haben gerade die Discounter die nächste Runde der Preissenkung bei Milchprodukten eingeläutet. „Die Bauern bekommen derzeit 32ct für den Liter Milch“, erläuterte der Kreislandwirt. „Eine Kostendeckung ist damit nicht darstellbar“.

Auch die Ferkelerzeuger und Schweinemäster befinden sich in einer wirtschaftlichen schwierigen Situation. „Der Landwirt legt zur Zeit bares Geld bei jedem Ferkel zu“, so Beermann.

Ein weiteres Thema das erörtert wurde ist das Regionale Raumordnungsprogramm des Landkreises. Beermann forderte, dass die Belange der Landwirtschaft auch künftig angemessen berücksichtigt werden. „Die Flächenkonkurrenz wird weiter zunehmen“, so die Einschätzung von Gudrun Pieper. Steigender Nahrungsmittelbedarf, der Ausbau nachwachsender Rohstoffe und Ausgleichsmaßnahmen für Bauvorhaben stünden in Konkurrenz zueinander. Die Regierungsfraktionen hätten es sich daher zum Ziel gesetzt, den Flächenverbrauch zu reduzieren. Und auch bei den Ausgleichsmaßnahmen müsste man nach innovativen Ideen suchen, so die Abgeordnete.

„Oberste Priorität muss die Nahrungsmittelversorgung haben“, machte Pieper deutlich. Insofern müssten die Belange der Landwirte bei politischen Entscheidungen stets angemessen berücksichtigt werden. Dies gelte auch beim Regionalen Raumordnungsprogramm des Landkreises. „Bei einer Fortschreibung holen wir uns gern den Rat des Grünen Zentrum ein“, setzt Pieper auf eine gute Zusammenarbeit.

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