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02.06.2008, 16:19 Uhr
Entwicklung der Milchpreise zwingt Landwirte zum Handeln
Die CDU Landtagsabgeordnete Gudrun Pieper und der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Karl-Heinrich Langspecht zeigen Verständnis für den Lieferboykott der Milcherzeuger.

Nach Meinung der beiden Abgeordneten haben die Landwirte lange genug still gehalten und sich die Preise vom Einzelhandel diktieren lassen. „Dies kann auf Dauer nicht gut gehen, wenn man bedenkt, dass seit Ende letzten Jahres die Milchpreise mehr und mehr fallen. Den Landwirten bleibt nichts anderes übrig, als ernst zu machen und die Milch nicht an die Molkereien abzuliefern“, so Pieper auf Nachfrage.

Angesichts steigender Kosten für Energie und Futtermittel könnten die Landwirte Milch nicht für durchschnittlich 30 Cent pro Liter produzieren. Gerade im Hinblick auf die Herausforderungen durch die Reform der EU-Agrarpolitik und die WTO-Verhandlungen seien die Erzeuger auf einen angemessenen Milchpreis angewiesen, der die gestiegenen Produktionskosten deckt und darüber hinaus Zukunftsinvestitionen in moderne Ställe und in bessere Arbeitsbedingungen ermöglicht.

„Wir hoffen deshalb, dass insbesondere die Einzelhandelsketten und die Discounter angemessene Preise aushandeln, die den Landwirten ihre Existenz ermöglichen. Die Interessen der Milchviehalter werden überall sehr ernst genommen und die Verbraucher wissen, dass sich der Streik nicht gegen sie richtet“, so Pieper und Langspecht im Interview.

Der agrarpolitische Sprecher der CDU-Fraktion Clemens Große Macke wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass sich Niedersachsen seinerzeit im Bundesrat eindeutig gegen die zum April 2008 auf EU-Ebene beschlossene Quotenerhöhung um 2 Prozent ausgesprochen habe. „Diese Quotenerhöhung, die zu einer Zeit kam, als die Milchauszahlungspreise gerade ein annehmbares Niveau erreicht hatten, war eine Fehlentscheidung aus Brüssel. Jetzt wird – nachdem die Quotenregelung ausgelaufen ist - deutlich, wie wichtig ein Gesamtkonzept der Europäischen Union zum Milchquotenausstieg ist, mit dem die Erzeuger wirksam unterstützt werden. An dieser Forderung hält die CDU-Landtagsfraktion mit aller Kraft weiterhin fest“, so Clemens Große Macke gemeinsam mit Karl-Heinrich Langspecht und Gudrun Pieper abschließend.

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