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27.03.2018, 21:13 Uhr
Frauenhäuser brauchen gesicherte Finazierung

Walsrode. Seit 1987 ist der Verein „Frauen helfen Frauen“, der auch seit 1990 das Frauenschutzhaus Walsrode betreibt, ein Zufluchtsort für Frauen, die in ihrem häuslichen Umfeld Opfer von Gewalt sind. Bei ihrem Besuch im Walsroder Frauenhaus informierte sich die CDU Landtagsabgeordnete Gudrun Pieper, gemeinsam mit der CDU-Gemeindeverbandsvorsitzenden Uta-Paschke-Albeshausen, ein weiteres Mal über die Rahmenbedingungen und aktuellen Probleme.

 

Die Vorsitzende Frauke Flöther und ihre Kollegin Ulrike Schröder-Muhl berichteten den Besucherinnen, dass das Angebot nicht auf den Kern der Arbeit, die zehn Plätze im Frauenhaus, beschränkt ist. Es umfasst auch psychosoziale Beratung, Schuldnerberatung oder die Unterstützung bei der Wohnungssuche. Kinder, die im Frauenhaus mit ihren Müttern leben, erhalten ebenfalls Angebote, die ihre Situation und ihre Bedürfnisse berücksichtigen. Während ihres Aufenthaltes haben sie eine feste Bezugsperson.

2017 beherbergte das Haus 33 Frauen und 40 Kinder. Allerdings richte sich die Höhe des staatlichen Zuschusses allein nach der Anzahl der aufgenommenen Frauen. Kinderplätze werden nicht angerechnet. „Dabei sind Kinder immer auch betroffen, sei es, dass sie direkt Opfer von Misshandlungen waren oder dass sie Gewalt gegenüber der Mutter miterleben mussten“, informierte Frauke Flöther.

Auch die steigende Zahl an Migrantinnen, die vor häuslicher Gewalt ins Frauenhaus flüchten, sorge für neue, sehr umfassende Problemlagen.

Trotz der veränderten Bedingungen sei die finanzielle Förderung des Landkreises mit gerade einmal 40.900 Euro im Jahr mehr als dürftig. „Der Zuschuss für das Frauenhaus Walsrode stagniert seit über 10 Jahren. Das ist nicht mehr ausreichend, um diese überlebensnotwendige Einrichtung, die die einzige im gesamten Heidekreis ist, zu finanzieren“, so Gudrun Pieper. "Ohne das Frauenschutzhaus stünden notleidende Frauen und ihre Kinder auf der Straße. Um diese Aufgabe zu bewältigen und die Finanzierung zu sichern, ist eine größere Unterstützung vom Land und den Kommunen dringend notwendig." Eine Anhebung der finanziellen Mittel wünschen sich auch Flöther und Schröder-Muhl.

Gudrun Pieper sicherte zu, die Problematik im Arbeitskreis Soziales im Landtag zu vertiefen. „Jede Frau, egal welchen Alters und welcher Nationalität, die Hilfe sucht und ins Frauenhaus kommt, kann sich sicher sein hier rund um die Uhr engagierte Ansprechpartnerinnen und kompetente Hilfe vorzufinden“, bedankte sich die Abgeordnete für den unermüdlichen Einsatz.

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