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23.07.2008, 16:12 Uhr
Gudrun Pieper auf Sommertour
Kirchenkreis und Kloster

Walsrode. Wie gut Politik und Kirche miteinander vereinbar sind, machte Landtagsabgeordnete Gudrun Pieper (CDU) bei ihrem kürzlich stattfindenden Treffen mit der Superintendentin des Kirchenkreises Walsrode, Petra Wallmann deutlich.

Erörtert wurde unter anderem das Thema Hospiz-Dienst. Momentan gibt es im Kirchenkreis 14 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen, davon 10 in der Walsroder und 4 in der Schwarmstedter Gruppe sowie Diakonin Almuth Eckardt als hauptamtliche Kraft. Weitere 8 Personen wurden gegenwärtig in diesem Bereich ausgebildet und werden demnächst eingeführt. . Gudrun Pieper hat sich als ehemalige Leiterin einer Einrichtung für körper- und schwer mehrfach behinderter Kinder eingehend mit Sterbebegleitung und Hospizdienst befasst hat und weiß die Arbeit des Hospizdienstes sehr zu schätzen. Superintendentin Wallmann betonte angesichts der jüngsten Diskussion um aktive Sterbehilfe , dass Menschen an ihrem Lebensende Begleitung und Hilfe brauchen.

Über das Projekt „Wellcome“ tauschten sich Pieper und Wallmann anschließend aus. Der Kirchenkreis bietet Unterstützung für Familien nach der Geburt an. Hierfür stehen zur Zeit 21 ehrenamtliche Kräfte zur Verfügung. Leider nehmen zurzeit nur wenige Familien dieses Angebot an. „Es wäre wünschenswert, wenn mehr junge Familien diese Hilfestellung in den ersten Lebensmonaten nutzen würden“. so Wallmanns Hoffnung. Das Projekt ist eine wirkungsvolle Ergänzung neben den zahlreichen Angeboten wie Familienhebammen, Koordinierungszentren und Fachkräften für Kinderschutz, die das Land gemeinsam mit den Kommunen fördert. „Wellcome“ hilft, ein enges Netz zu knüpfen, das Eltern und ihren neugeborenen Kindern möglichst frühzeitig Unterstützung zuteil werden lässt, bevor es zu einer Überforderung der Väter und Mütter kommt. Vor allem viele junge Mütter seien in der emotional und körperlich sehr anstrengenden Phase nach einer Geburt auf Hilfe angewiesen. „Doch zahlreiche Eltern haben keine helfenden Angehörigen oder Nachbarn", so Ssuperintendentin Wallmann. „Es wäre schade, wenn mangels Nachfrage dies Art von Hilfe eingestellt werden müsste“, machte sie im Anschluss deutlich.

Pieper sprach sich für eine weitere produktive Zusammenarbeit von Politik und Kirche aus und sicherte zu, im nächsten Jahr ein Bürgerforum zu einem christlichen Thema zu veranstalten.

Bei ihrem anschließenden Besuch im Kloster ließ sich die Landtagsabgeordnete von der Historikerin Henrike Anders die Schönheiten des Klosters zeigen.

Anders erläuterte, dass jede Konventualin ihre eigene Wohnung im Kloster unterhält und sich selbst versorgt. „Der Konvent darf nicht überaltern“ fügte Anders hinzu. „Allerdings ist es nicht ungewöhnlich, dass gerade jüngere Frauen sich wieder entscheiden zu heiraten.“ Henrike Anders, die das Äbtissinnenamt kommissarisch übernommen hat, fühle sich bereits zu „alt“ für die Position.“ Jüngere Frauen haben viel mehr Möglichkeiten das Leben hier im Kloster längerfristig und zukunftsweisend zu gestalten“, machte Henrike Anders deutlich. So läuft die fieberhafte Suche nach einem Ersatz für die ausgeschiedene Äbtissin.

Die liebevoll gestaltete Klosteranlage und die Vielzahl von Bildnissen der ehemaligen Äbtissinnen beeindruckten Pieper besonders. „Das Portrait von Therese von Plato hing immer bei mir im Büro.“ sinnierte die Landtagsabgeordnete, die von 1993 bis 1998 Leiterin der Integrativen Kindertagesstätte „Therese von Plato“ in Walsrode war und bedankte sich im Anschluss herzlich für die eindrucksvolle Zeitreise durch die Geschichte des Klosters Walsrode.  



 

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