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21.10.2016, 12:34 Uhr
Zeitreise in die „gute alte Zeit“
Dorfmark. Mit großem Interesse informierte sich die CDU Landtagsabgeordnete Gudrun Pieper über die Arbeit und Ziele des Heimatvereins für das Kirchspiel Dorfmark e.V. Beim Rundgang durch die Räumlichkeiten des Heimathauses und des im ehemaligen Dorfmarker Rathaus beherbergten Archivs berichtete der Ehrenvorsitzende Adolf Domeier über die Projekte, mit denen der Verein den Heimatgedanken pflegen und die Beschäftigung mit der örtlichen Geschichte fördern möchte.
Die im Jahre 1896 durch einen Blitzschlag abgebrannte Scheune des ehemaligen „Schaaks-Hofes“ wurde von 2005 bis 2007 mit vielen freiwilligen Helfern vollständig saniert und wird seitdem als Heimathaus genutzt. Hier finden Veranstaltungen aller Art statt, zu denen auch Trauungen gehören.

Von der Arbeit des Heimatvereins Dorfmark, der im Jahr 2000 gegründet wurde und zurzeit ca. 500 Mitglieder zählt, zeigte sich Gudrun Pieper sehr beeindruckt: „Das Ehrenamt ist heutzutage sehr wichtig. Ohne das ist leider vieles nicht möglich.“ Einmal monatlich ist das Ortsarchiv für die Öffentlichkeit zugänglich, was gerne angenommen wird. In den Kellerräumen befinden sich darüber hinaus ordnerweise Dokumente der ehemaligen Reichsumsiedlungsgesellschaft (RUGES) zur Umsetzung von Bauern und Bewohnern aus der Lohheide/Niedersachsen vornehmlich nach Mecklenburg, die Mitte der 1930er Jahre, aufgrund des Baus des Truppenübungsplatzes Bergen, erfolgte. Die Resonanz ist groß und so kommen immer wieder Menschen, um sich in den Unterlagen zu informieren.

Anschließend besichtigte Pieper die liebevoll thematisch eingerichteten Räume des neu renovierten Museumshus in Wense, das für Besucher bald regelmäßig geöffnet sein soll. Küche, Wohnzimmer, Klassenraum und Werkstatt lassen in die „gute alte Zeit“ eintauchen. Die von Heinz Hill geschnitzten Holzfiguren „Wilhelm und Emma“ sitzen wie selbstverständlich in der kleinen Küche und scheinen Gespräche über den Alltag zu führen – natürlich in Platt. „Mir ist es ein besonderes Anliegen die plattdeutsche Sprache am Leben zu erhalten“, berichtet Hill. Aus diesem Grund möchte ich zukünftig in der Zeitung lustige plattdeutsche Geschichten für Anfänger von Wilhelm und Emma veröffentlichen.“ Seine Hoffnung ist, dass sich dadurch auch die jüngere Generation wieder für das „Platt snacken“ begeistern kann.

„Viele Menschen engagieren sich bei uns im Heidekreis ehrenamtlich. Bei meinen Besuchen in Unternehmen, Schulen und Vereinen bin ich immer wieder beeindruckt, was möglich wird, wenn Menschen freiwillig und mit Begeisterung zusammenarbeiten. Von diesem Engagement profitieren wir alle, denn unsere Heimat wird durch das von den Ehrenamtlichen geschaffene Angebot noch lebenswerter“, sagte Pieper abschließend.

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