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03.03.2016, 09:03 Uhr
Präsenz in der Fläche stärken
Soltau. Wohnungseinbrüche – ein aktuelles Thema, mit dem die Beamtinnen und Beamten der Polizeiinspektion Heidekreis tagtäglich konfrontiert werden. Die steigende Zahl der Wohnungseinbrüche bereitet den Polizeibeamten Sorgen. Das erfuhr die CDU Landtagsabgeordnete Gudrun Pieper beim Besuch der Polizeiinspektion Heidekreis in Soltau. In regelmäßigen Abständen lässt sie sich dort aus erster Hand über die aktuelle Themen informieren.
Polizeidirektor Stefan Sengel, Leiter der Polizeiinspektion Heidekreis, erklärt: „Wohnungseinbrüche sind ein ernst zu nehmendes Problem.” Die aktuellen Zahlen zu Einbruchsdelikten zeigen einen deutlichen Anstieg. So sind im Heidekreis im Jahr 2015 161 Einbrüche mehr zu verzeichnen als noch 2014. „Das so genannte ‚Sommerloch‘ gibt es nicht mehr“, ergänzt der Polizeidirektor. „Einbrüche finden mittlerweile rund um die Uhr statt. Die Flüchtlingsthematik spielt dabei keine entscheidende Rolle.“ Denn bei einem Großteil der Straftäter handele es sich um Berufskriminelle, die aus dem Ausland einreisen würden. Diese durchreisenden Straftäter können dank einer guten Autobahn-Anbindung ebenso schnell flüchten, wie sie hergekommen sind. Stefan Sengel will mit dem Einsatz einer Ermittlungsgruppe und der Sensibilisierung der Bevölkerung hinsichtlich geeigneter Präventionsmaßnahmen gegensteuern.

Des Weiteren kritisiert Sengel die nach wie vor hohe Arbeitsbelastung der Beamten. Trotz der gestiegenen Einstellungszahlen bei der Polizei landesweit, ist die Personalsituation weiterhin angespannt. „Wir müssen heutzutage in allen Bereichen sehr flexibel sein. Gleichzeitig stehen aber immer weniger Polizisten, z.B. durch Krankheitsfälle, Elternzeit oder Abordnungen, zur Verfügung.“ Beim Personalverteilungsschlüssel spiele die Fläche, für die die Inspektion zuständig ist, anteilig eine immer geringere Rolle. „Auch wenn im städtischen Bereich eine höhere Personalausstattung aufgrund des höheren Kriminalitätsaufkommens erforderlich ist, darf der ländliche Raum nicht vernachlässigt werden. Es muss hier ebenso möglich sein in vertretbarer Zeit polizeiliche Hilfe zu bekommen. 

„Wenn wir jetzt am Thema Sicherheit sparen, werden wir später die höheren Folgekosten tragen müssen. Niedersachsens Polizei hat die Belastungsgrenze erreicht. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) warnt vor dem Notstand. Deswegen ist es erforderlich, dass im Rahmen der bundesweiten Kampagne „Wir brauchen Verstärkung“ auch Niedersachsen sich mit Postern, Plakaten und Infoständen beteiligt. Niedersachsenweit fehlen 1.000 Stellen. In unserem Haushaltsentwurf 2016 haben wir pro Jahr 250 Polizeianwärterstellen bis 2019 sowie 200 Vollzeitstellen für die Polizeiverwaltung vorgesehen. Dieser Haushaltsplan wurde von Rot-Grün abgelehnt. Mittlerweile ist zu erkennen, dass unsere Forderung immer mehr an Bedeutung gewinnt. Innenminister Pistorius ist aufgefordert, für spürbare personelle Entlastungen zu sorgen", stellte Gudrun Pieper klar.

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