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10.07.2015, 11:21 Uhr
Ein Fahrrad für eine Familie aus Syrien
Schwarmstedt. Familie C. aus Syrien hat ein neues Zuhause gefunden. Die 10-köpfige Flüchtlingsfamilie lebt seit Mitte 2014 in Deutschland. CDU-Landtagsabgeordnete Gudrun Pieper und CDU-Samtgemeindeverbandsvorsitzender Henrik Rump besuchten sie in Schwarmstedt. Gisela Seidel, Vorsitzende des Diakonie-Ausschusses der Kirchengemeinde Schwarmstedt, unterstützt die Flüchtlinge in jeder erdenklichen Art und Weise, doch stößt sie hierbei immer wieder an Grenzen.
Gudrun Pieper mit dem jüngsten Familienmitglied
Familie C. hat acht Kinder im Alter von wenigen Wochen bis 19 Jahren. Eine größere Wohnung, idealerweise ein kleines Haus wären nötig, doch dies ist nur schwer finanzierbar und der entsprechende Wohnraum steht in Schwarmstedt nicht zur Verfügung. Aus diesem Grund schlafen nun sieben der acht Kinder in einem Zimmer. Vater Semir, der in Syrien einen eigenen Schneiderbetrieb hatte, ist dennoch dankbar: „Wir wünschen uns nichts mehr als hier in Deutschland in Sicherheit zu leben“, erklärt er der Abgeordneten. Die Torturen, die er und eine Familie auf der Flucht in einem Gefängnis in Bulgarien über sich ergehen lassen mussten, belasten ihn noch heute. „Meine Mutter ist in Bulgarien krank geworden. Sie bekam keine ärztliche Hilfe. Kurze Zeit nach Ankunft in Deutschland verstarb sie an den Folgen ihrer Krankheit“, berichtet er traurig. Zusätzliche Hürden bestehen auch im Erlernen der deutschen Sprache. „Momentan findet einmal wöchentlich im evangelischen Gemeindehaus ein Sprachkurs statt. Doch das ist einfach zu wenig“, erklärt Gudrun Pieper „Das Wichtigste ist so früh wie möglich Deutsch zu lernen, um die Integration zu erleichtern. Vom Samtgemeinderat wurden Haushaltsmittel zur Sprachförderung für Flüchtlinge mit jeweils 100 Stunden bewilligt.“ Gisela Seidel ergänzt: „Der Kurs kann sofort starten, sobald die eine Mindestteilnehmerzahl erreicht ist. Die VHS kann dementsprechend über den voraussichtlichen Beginn noch keine Angaben machen. Es ist vorgesehen, dass der Sprachunterricht dann bis zu dreimal wöchentlich stattfindet. “ Pieper sicherte zu diesbezüglich das Gespräch mit dem Heidekreis zu suchen. Probleme bereitet den Eltern zudem der wöchentliche Einkauf. Da die Fahrerlaubnis aus dem Ausland in Deutschland nicht erkannt wird und das Geld für eine Nachprüfung fehlt, muss der Einkauf zu Fuß erledigt werden. Auch ein Fahrrad kann nicht finanziert werden. „Es wäre eine große Erleichterung für die Familie, wenn uns jemand ein verkehrstüchtiges Fahrrad überlassen würde“, bittet Gisela Seidel und fügt hinzu: „Mit einem Fahrradanhänger oder ähnlichem zum Transport der Einkäufe wäre es natürlich optimal.“ Gudrun Pieper und Henrik Rump versprachen sich gemeinsam für die Beschaffung eines Fahrrades einzusetzen. Wie es scheint, ist eine Lösung bereits in Sicht.

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