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30.04.2015, 07:52 Uhr | CDU Fraktion Niedersachsen
CDU-Landtagsfraktion gedenkt der Opfer des Holocaust in Yad Vashem
Hannover/Jerusalem. Im Rahmen ihrer siebentägigen Israelreise haben die Abgeordneten der CDU-Landtagsfraktion heute in der nationalen Gedenkstätte Yad Vashem mit einer Kranzniederlegung der jüdischen Opfer des Holocaust gedacht. CDU-Fraktionschef Björn Thümler sagte: „Die systematische Zerstörung jüdischer Gemeinden sowie die Verfolgung und barbarische Ermordung von mehr als sechs Millionen europäischer Juden markiert das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte. Die Bundesrepublik trägt gegenüber dem jüdischen Volk die Verantwortung dafür, dass sich diese schrecklichen Taten niemals wiederholen."
Landtagspräsident Bernd Busemann (li.) und CDU-Fraktionsvorsitzender Björn Thümler (re.) während der Kranzniederlegung im Tal der Gemeinden auf dem Gelände der Gedenkstätte Yad Vashem. Im Hintergrund CDU-Fraktionsvize Jörg Hillmer.
In seiner Rede erklärte Landtagspräsident Bernd Busemann: „Es gehört zu den unerträglichen Aspekten des Holocaust, dass mit den Deutschen gerade das Volk die totale Vernichtung seiner jüdischen Mitmenschen und ihrer Gemeinden betrieb, das zuvor vielleicht den größten Gewinn aus dem Zusammenleben mit ihnen hatte." Und weiter: „Es liegt an uns, dafür zu sorgen, dass Antisemitismus und Antizionismus in Deutschland und Europa nie wieder die Oberhand gewinnen." Jeder deutsche Parlamentarier müsse sich der besonderen Beziehung zwischen Deutschland und Israel bewusst sein, betonten die beiden CDU-Politiker. „Der Besuch von Yad Vashem ist eine unbeschreibliche Erfahrung, die uns mahnt, uns intensiv um die niedersächsischen Gedenkstätten zu kümmern und das Erinnern in die Zukunft zu führen", sagte Thümler weiter. In Anbetracht der sich wandelnden Erinnerungskultur komme den Gedenkstätten eine besondere Bedeutung zu. „In absehbarer Zeit wird es keine Zeitzeugen mehr geben, die ihre Erlebnisse schildern können. Umso wichtiger ist es, den Gedenkstätten alle Möglichkeiten, ausdrücklich auch in finanzieller Hinsicht, zur Verfügung zu stellen, um die Erinnerung wach zu halten", so der CDU-Fraktionschef, der ankündigte, dass unter der nächsten CDU-geführten Landesregierung die Gedenkstättenarbeit in die Staatskanzlei gezogen werde. Im Anschluss an die Gedenkzeremonie in Yad Vashem haben sich die CDU-Kultuspolitiker zu Gesprächen mit Vertretern der International School for Holocaust Studies (ISHS) getroffen. Thema war eine vertiefte Kooperation im Bildungsbereich, insbesondere bei der Lehrerfortbildung, die viele andere Bundesländer bereits mit Yad Vashem geschlossen haben. „Lehrkräfte können durch einen engen Austausch mit Yad Vashem viele Impulse für den Unterricht an unseren Schulen mitnehmen. Die Landesregierung muss zeitnah eine Vereinbarung schließen, um einen engen Austausch in der Erinnerungsarbeit zu ermöglichen", sagte Thümler. Der CDU-Fraktionschef verwies darauf, dass die Kultusministerkonferenz den Ländern bereits seit 2013 den Rahmen für solche Vereinbarungen anbiete. Die CDU-Fraktion ist bereits seit dem 23. April mit einer parlamentarischen Reisegruppe zu Gast in Israel. Vor der Rückreise nach Deutschland am morgigen Donnerstag wird sich der Fraktionsvorstand mit dem griechisch-orthodoxen Erzbischof von Jerusalem, Atallah Hanna, zu einem Gespräch mit anschließender Führung durch die Grabeskirche treffen.

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