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12.03.2015, 09:48 Uhr
Frauen im Heidekreis

Heidekreis. Um Familie und Beruf in Einklang zu bringen ist für Frauen oft ein großer Spagat nötig. Doch Firmen und Vereine sind mehr und mehr bestrebt sich der wandelnden Gesellschaft anzupassen. Mit familienfreundlichen Arbeitsbedingungen und qualifizierten Betreuungsangeboten – auch bei uns im Heidekreis - werden Vorbilder geschaffen. CDU-Landtagsabgeordnete Gudrun Pieper reiste anlässlich des Weltfrauentages am 08. März einen Tag lang durch den Wahlkreis und ließ sich zeigen wie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gelingen kann.

 Die Krankenpflegeschule des Heidekreis-Klinikums ist hierfür ein besonderes Beispiel. Möglich macht es die 4 Jahre dauernde Teilzeitausbildung zur Gesundheits- und KrankenpflegerIn. Oberin Anke Christiansen erläutert der Abgeordneten, dass gerade für Mütter mit Kindern eine dreijährige Pflegeausbildung zeitlich oft nicht zu bewältigen ist. Doch mit flexiblen Arbeitszeiten und Urlauben, die sich an den Schulferien orientieren bietet die Teilzeitausbildung auch Alleinerziehenden oder Wiedereinsteigern 
eine optimale Chance Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen. „Es ist für uns sehr wichtig, einen attraktiven Arbeitsplatz zu bieten“, betont die Oberin. „Nur so können wir unsere Fachkräfte auch nach der Ausbildung an unseren Standorten Walsrode, Soltau und dem gesamten Heidekreis halten.“ Schulleiterin Ulrike Kempe fügt hinzu, dass auch eine enge Kooperation mit dem MediClin Klinikum Soltau stattfindet. Zurzeit erlernen an der Krankenpflegeschule insgesamt 16 Teilzeitschülerinnen im Alter von 24 bis 51 Jahren den Beruf der Gesundheits- und Krankenpflegerin. Um die Ausbildung noch zukunftsfähiger zu gestalten wird das Gebäude mittelfristig erneuert und bietet dann den neuen Auszubildenden optimale Lehrbedingungen und eine zeitgemäße Wohnmöglichkeit. Gudrun Pieper begrüßte diesen Beschluss des Kreistages.

Hilfen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf und beim beruflichen Wiedereinstieg bietet auch die Koordinierungsstelle Frau und Wirtschaft. Gudrun Pieper empfing die neuen  Projektleiterinnen Verena Jagla und Lena Heß zum Kennenlernen in ihrem Wahlkreisbüro. Beide haben kleine Kinder und sind glücklich, dass ihnen durch die gemeinsame Koordinierungsstellenleitung die Möglichkeit gegeben wird, als gutes Beispiel für die sogenannte „Work-Life-Balance“ vorangehen zu können. „Mit ihrem Weiterbildungsprogramm und der Kinderferienbetreuung ist die Koordinierungsstelle Frau und Wirtschaft mittlerweile zu einer unverzichtbaren Anlaufstelle für viele Frauen geworden. Qualifizierten Frauen den Zugang zum Beruf und die Rückkehr in den Job nach der Elternzeit zu ermöglichen, ist ein wichtiger Schlüssel, um den drohenden Fachkräftemangel aufzuhalten“, betont die Abgeordnete.

Wie sich die Arbeit der Landfrauen im Wandel der Zeit verändert hat, durfte die Abgeordnete bei der Vorsitzenden der Kreislandfrauen Fallingbostel,  Andrea Evers in Rethem Moor erfahren. Evers erklärte, dass heutzutage leider immer noch ein völlig falsches Bild der Landfrauen in den Köpfen der Menschen existiere. „Wer bei uns Mitglied werden will, muss keinesfalls Landwirtin sein“, warb die Vorsitzende für „ihre“ Vereine. Wir Frauen auf dem Lande, verschiedenster Berufsgruppen und jeden Alters bieten eine große Themenvielfalt. Bei unserer Programmplanung können wir deshalb auch Ihre Wünsche berücksichtigen.“ Die vorherrschende Angst sich ehrenamtlich engagieren zu müssen konnte Evers ebenfalls wiederlegen: „Niemand wird bei uns gezwungen.  Wer möchte kann auch einfach nur zum Klönen kommen. Wir bieten Interessentinnen an ein Jahr kostenlos bei uns zu schnuppern.“ Mit dem geänderten Familienbild haben sich auch die Landfrauen der Zeit angepasst. Um beispielsweise Familie, Beruf und ehrenamtliches Engagement besser vereinbaren zu können, ist in Zukunft geplant Veranstaltungen eher auf die Abendstunden zu verlegen. Gudrun Pieper, die selbst den Landfrauen angehört, betont abschließend: „Landfrauen bringen sich aktiv ins dörfliche Geschehen ein, indem sie die Interessen der Frauen im ländlichen Raum vertreten. Wir dürfen nicht vergessen, dass Sie mit ihrem Engagement einen wesentlichen Beitrag für die Lebensqualität im ländlichen Raum leisten.“

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