Neuigkeiten

15.09.2008, 15:42 Uhr
Besorgnis der Bürger aus Hope besteht weiter
Informationsveranstaltung brachte konstruktives Ergebnis

Auch wenn die Lauge aus der Asse II im Bergwerk Hope keine gesundheitsschädlichen Ergebnisse aufweist, so sind die Bürgerinnen und Bürger weiterhin misstrauisch und wollen erreichen, dass die Hoper Lauge getestet und keine weitere Salzlauge aus der Asse II eingebracht wird. Dies ist das Ergebnis der Informationsveranstaltung der CDU Landtagsabgeordneten Gudrun Pieper am vergangenen Donnerstag.

Hope. Aufgrund eines Berichtes in der Walsroder Zeitung vom 15. August 2008 über die Einbringung von Salzlauge aus der Asse II im Bergwerk Hope reagierte die CDU Landtagsabgeordnete Gudrun Pieper umgehend und setzte sich mit dem Umweltministerium in Verbindung. Ziel war es auf dem schnellsten Wege umfassende Informationen zu erhalten, um den Bürgern vor Ort auch darzustellen, ob eine Gefahr besteht oder nicht.

Gemeinsam mit dem Lindwedeler CDU Bürgermeister Axel Wehberg organisierte Pieper mit Nachdruck die hochkarätige Veranstaltung im Dorfgemeinschaftshaus in Hope und hat dafür gesorgt, dass es auch auf die sorgenvollen Fragen Antworten aus kompetenten Munde gab. Der Platz reichte nicht aus. Dicht gedrängt auf den Stühlen und Bänken, auf der Terrasse und in den Fluren bekundeten die Bürger ihre Ängste und Sorgen. Vertreter aus dem Umweltministerium, vom TÜV Nord und vom Bergwerk Kali + Salz standen Rede und Antwort, erklärten den Sachverhalt, zeigten die Messergebnisse auf. Abteilungsleiter Wolfgang Goldbach aus dem Umweltministerium hat sich dafür eingesetzt, dass Fachleute in seiner Begleitung sind, um auf jede Frage auch Antworten zu finden. Klaus Rumphorst von der Kali + Salz AG, Inaktive Werke, machte deutlich, warum eine Verfüllung des stillgelegten Bergwerkes erforderlich ist.

Obwohl die Sprecher vom Landesamt für Energie, Bergbau und Geologie, vom TÜV Nord und vom Umweltministerium versicherten, dass die Salzlauge aus dem Bergwerk Hope nicht aus den kontaminierten Schichten aus Asse stammten: das beklemmende Gefühl blieb und konnte nicht komplett ausgeräumt werden. Berechtigte Skepsis gegenüber dem Betreiber, der Helmholtz GmbH München, besteht weiterhin, da die Rückstellproben aus den Jahren 2005 bis 2008 nur vom damaligen Betreiber gezogen wurden. Aktuelle Analysen liegen bislang nur als Zwischenergebnisse vor, wobei diese von den Fachleuten als völlig unbedenklich eingestuft werden.

Ein Bürger brachte es dann auch auf den Punkt: „Sie können erklären, was sie wollen, aber es bleibt bei einem massiven Glaubwürdigkeitsproblem“.

Gudrun Pieper fasste am Ende der Veranstaltung zusammen, was die Forderung der Bürger ist: „Hier kann nur eine Bohrung den Aufschluss darüber geben, was wirklich in der Erde drin ist und zukünftige Salzlauge, die für weitere Verfüllung benötigt wird, darf nicht aus der Asse II stammen. Die Laugen müssen von unabhängigen Gutachtern getestet werden und nicht vom Betreiber. Dies müssen wir mit Nachdruck durchsetzen. Für mich steht hier die Helmholtz GmbH, sowie auch das Bundesumweltministerium unter Führung von Sigmar Gabriel in der Pflicht“. Wolfgang Goldbach sagte ebenfalls seine Unterstützung zu, was die Bürger auch dankend angenommen haben.

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