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21.11.2014, 20:43 Uhr
Gudrun Pieper: Friedhof als zentralen Ort der Trauer und des Abschieds beibehalten
Heidekreis. Anlässlich des bevorstehenden Totensonntags hat sich die CDU-Landtagsabgeordnete Gudrun Pieper gegen eine Lockerung der Bestattungsregeln nach Bremer Vorbild ausgesprochen. „Der Friedhof sollte in Niedersachsen zentraler Ort der Trauer bleiben – nicht das heimische Blumenbeet“, sagt Pieper mit Blick auf die Überlegungen von SPD und Grünen, den so genannten Friedhofszwang abzuschaffen.
Bestattungen im eigenen Garten würden der Würde der Toten nicht in angemessener Weise gerecht werden, befürchtet die Abgeordnete: „Die Asche der Toten darf nach dem Bremer Modell nur ,bei Windstille‘ verstreut werden – bereits die Vorstellung an eine derartige Form der Beisetzung ist bizarr. Wie soll überhaupt überprüft werden, ob die Asche tatsächlich verstreut worden ist? Und wo sollen die Menschen trauern, die keinen Zugang zu dem betreffenden Privatgrundstück haben?“, fragt Gudrun Pieper. Die Beisetzung auf einem Friedhof mache diese Fragen überflüssig. „Zu trauern bedeutet auch loszulassen, dafür bietet ein Friedhof den geeigneten Rahmen“, so Pieper. Die CDU-Politikerin erinnerte zudem daran, dass es in Niedersachsen bereits gute Alternativen zur herkömmlichen Friedhofsbestattung, etwa in einem Friedwald, Ruheforst oder auf See, gebe, ebenso die Form der anonymen Bestattung. Gleichzeitig verwies sie auf ein Gespräch mit Kirchenvertretern, dass sie kürzlich in Schwarmstedt hatte. Unisono wurde die Meinung vertreten, dass die bisherigen Regelungen im Bestattungsgesetz an den Bedürfnissen der Menschen orientiert sind und keine weiteren Regelungen mehr nötig seien. Auch Bestattungsriten nichtchristlicher Religionen seien bereits möglich.

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