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11.07.2014, 07:50 Uhr
Algentechnologie - ein Projekt für die Zukunft
Mengebostel. In dem kleinen Dorf Obernhausen bei Mengebostel ist die Zukunft bereits angekommen. Denn auf dem Gelände der Agrar-Energie Obernhausen (AEO) steht neben seiner Biogasanlage ein etwas futuristisch anmutendes Gewächshaus in dessen Innerem sich eine grüne Flüssigkeit durch dicke, 250m lange Kunststoffröhren schlängelt: ein Algenphotobioreaktor, der Hauptbestandteil des Modellprojekts „Schaufenster Algentechnologie.“
Hierbei handelt es sich um ein sehr kooperatives Gemeinschaftsprojekt aus regionalen (AEO, Lipinski-GmbH Dorfmark, Stadt Bad Fallingbostel, Wirtschaftsverein) und überregionalen Partnern (GeorgFischer Piping Systems, LGEM BV (Holland), TH Wildau (Brandenburg). Landtagsabgeordnete Gudrun Pieper (CDU) besuchte den Landwirt Henning Wrigge, einer der Gesellschafter der AEO, gemeinsam mit Gemeindeverbandsvorsitzendem Heinz Homann und Stellvertreterin Sabine Jung, um das Projekt selbst in Augenschein zu nehmen.
Michael Krohn, Geschäftsführer des Industrie- und Wirtschaftsvereins Deltaland für den Heidekreis und Umgebung, erklärt den Besuchern das Prinzip der Algenproduktion: „Algen betreiben Photosynthese und benötigen daher zum Wachstum CO2, Sonnenlicht und Wärme. Biogasanlagen bzw. das dahinter geschaltete BHKW produzieren CO2 und Abwärme. Beide „Abfallprodukte“ werden dem Algenkreislauf zugeführt. So kommt es in kürzester Zeit zum Wachstum der Algen.“ Wrigge erläutert, dass die Algen alle 10 Tage geerntet werden können. Die 750L Algenflüssigkeit werden dazu abzentrifugiert. Übrig bleiben 6L Algenkonzentrat, die zurzeit noch zur Analyse zur Technischen Hochschule Wildau in Brandenburg geschickt werden. Auf die Frage Piepers nach den Einsatzmöglichkeiten der Algen antwortet Henning Wrigge: „Für Algen gibt es vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Sie können als Zusatz für Viehfutter dienen, als Ausgangsbasis für alternativen Treibstoff eingesetzt werden und sie kommen sogar in der Kosmetik-Industrie zur Anwendung. Das Potential dieses erfolgversprechenden regenerativen Rohstoffs ist ausgesprochen hoch.“
. Das Demonstrationsprojekt hat die Absicht, die Algenzuchtanlage zwei Jahre lang unter realen Bedingungen zu testen und zu optimieren. Und so drückt Gudrun Pieper den örtlichen Verantwortlichen Henning Wrigge, Bernd Lipinski und Michael Krohn die Daumen, dass nach Ablauf der Projektphase, Ende 2015, die Technik „serienreif“ ist und eigentliche Produktion für den Markt erst richtig beginnen kann.
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