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07.05.2014, 09:47 Uhr
L 190 grundlegend sanieren
Eickeloh/Hademstorf. "Der Schwerlastverkehr rast an unserem Grundstück mit voller Wucht vorbei und insofern sind unsere Nerven aufs äußerste angespannt.“ Diese und ähnliche Äußerungen hört Samtgemeindebürgermeisterkandidat Carsten Nie-mann in letzter Zeit häufig von den Anwohnern in Eickeloh an der L190. Und auch der bauliche Zustand der L 190 gibt immer wieder Anlass zu den häufig vorgetrage-nen Klagen. Um in naher Zukunft eine Lösung für die zunehmende Lärmbelästigung zu finden, lud Carsten Niemann CDU-Landtagsabgeordnete Gudrun Pieper zu einer Ortsbegehung ein.
Die betroffenen Grundstücke liegen hinter dem Ortsschild im nördlichen Neubaugebiet direkt an der L 190 und damit außerhalb der Ortsdurchfahrt, so dass die L190 in diesem Bereich ohne Geschwindigkeitsbegrenzung befahren wird. Immer wieder tragen Anlieger Carsten Niemann den Wusch nach einem Tempolimit bzw. Versetzung des Ortsschildes vor. Da das Verkehrsaufkommen momentan zusätzlich durch den Ausbau der A7 angestiegen ist, ist dieser Wunsch nicht unbegründet. Bei der Vor-Ort-Begehung erörterten Carsten Niemann, Eickelohs Bürgermeister Joachim Schoth und die Landtagsabgeordnete Gudrun Pieper die besondere Prob-lematik in Eickeloh: Das betreffende Wohngebiet wird nicht direkt über die L190, sondern durch innerörtliche Straßen erschlossen, sodass keine geschlossene Ortslage gemäß STVO vorliegt und eine Versetzung des Ortschildes somit nicht in Betracht kommt. Aber es gibt auch einen Funken Hoffnung. Niemann führt aus, dass aus Lärmschutz-gründen in den letzten Jahren vielerorts, insbesondere an Ortsein- und ausgängen auch im Verlauf von Landesstraßen dauerhafte Geschwindigkeitsbegrenzungen er-reicht werden konnten. „Hier müsse eine gemeinsame Abstimmung zwischen der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr als Straßenbaulastträger und dem Heidekreis als zuständige Straßenverkehrsbehörde erreicht werden, um vorhandene Ermessenspielräume für die leidgeprüften Anwohner bürgerfreundlich zu nutzen.“ Die auf der Straße liegende Verkehrslast einerseits, die tatsächliche Lärmbelastung andererseits seien hier die Entscheidungskriterien, die im Verlauf der L 310 durch den Ort Fuhrberg sogar zu einer innerörtlichen Nachtbegrenzung auf 30 km/h führten. "Die Sanierung der L 190 durch das Land Niedersachsen als Straßenbaulastträger ist für das Jahr 2015 bereits zugesichert worden", so die CDU Landtagsabgeordnete. "Allerdings finde ich es nicht zufriedenstellend, dass hier, wie mit den Bürgermeistern vor Ort seitens des Landesstraßenbauamtes bereits erörtert wurde, nur eine Teilsanierung mangels finanzieller Mittel stattfinden soll. Das Landesstraßenbauamt kann ja nur das machen, was vom Ministerium ermöglicht wird. Hier sind meines Erachtens grundlegende Sanierungsarbeiten auch des Unterbaus von Nöten, zumal durch die alten Betonplatten in Hademstorf und auch Eickeloh keine dauerhafte Stabilität gewährleistet ist. Es macht meiner Meinung nach nur Sinn, wenn eine abgängige Strasse einmal von Grund auf erneuert wird, um das Problem für viele Jahre zu beseitigen und es spart im Endeffekt auch Steuergelder", machte Pieper deutlich. Sie wird dies-bezüglich mit Wirtschaftsminister Lies ein Gespräch führen.

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