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09.04.2014, 10:58 Uhr
Pieper und Winkelmann: „Schwere Zeiten für Niedersachsens Gymnasien –
kaum neue Stellen für Lehrernachwuchs, Ältere müssen länger arbeiten“
Heidekreis. Die rot-grüne Landesregierung erhöht zum Schuljahr 2014/15 den Druck auf die niedersächsischen Gymnasien. Zum kommenden Schuljahr hat das Kultusministerium lediglich 170 Neueinstellungen an den landesweit rund 250 Gymnasien geplant. Darauf weisen die CDU-Landtagsabgeordneten Gudrun Pieper und Lutz Winkelmann hin, nachdem Kultusministerin Frauke Heiligenstadt ihre Pläne in der vergangenen Woche veröffentlicht hatte.
„Die Gymnasien sind weiterhin Niedersachsens beliebteste Schulform. Anstatt sie zu stärken und die Lehrkräfte dort bei ihrer wichtigen Arbeit zu unterstützen, schwächt das Kultusministerium die Gymnasien. Junge Lehrkräfte erhalten kaum eine Chance“, sagt Pieper. Bereits zum Schulhalbjahreswechsel im Februar seien einer Statistik des Ministeriums zufolge mehr Lehrkräfte ausgeschieden als eingestellt wurden.

Winkelmann weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die rot-grüne Landesregierung trotz Protestaktionen und der Absage von Klassenfahrten weiter an ihren Plänen festhalte, die Arbeitszeit der Lehrerinnen und Lehrer an Gymnasien zu erhöhen und älteren Lehrkräften die zugesagte Altersermäßigung zu streichen. „Rot-Grün spart auf dem Rücken der Gymnasiallehrerinnen und -lehrer. Das schadet dem Schulklima an unseren Gymnasien erheblich.“
 
Ergänzend teilt Pieper mit, dass die vom Kultusministerium zuletzt für August 2013 veröffentlichte durchschnittliche Unterrichtsversorgung an Gymnasien von 101 Prozent nicht bedeute, dass jedes Gymnasium gut versorgt sei. „Die Gymnasien in Munster, Soltau und Walsrode müssen der letzten verfügbaren Statistik zufolge mit einer Unterrichtsversorgung von unter 100 Prozent auskommen. Dies ist bei insgesamt 79 Gymnasien in Niedersachsen der Fall“, erklärt die Abgeordnete. „Darüber hinaus hat das Ministerium die Erhebung zum Stichtag 4. Februar 2014 einfach ausgesetzt. Es bleibt zu hoffen, dass unsere Gymnasien trotz der wenigen Neueinstellungen auch im kommenden Schuljahr gute Bildung für die Schülerinnen und Schüler anbieten können“, so Winkelmann abschließend.
 

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