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31.03.2014, 13:04 Uhr
Gestaltungsspielräume nutzen
Schwarmstedt. Wie geht es mit der Förderschule an der Alten Leine weiter? Dies war eine der elementaren Fragen beim Treffen der CDU-Landtagsabgeordneten Gudrun Pieper mit Förderschulleiter Burkard Will und Mike Kochan-Rönisch, Dezernent der Landesschulbehörde. Laut Inklusionsgesetz läuft die Förderschule Lernen seit August 2013 aufsteigend aus.
Burkhard Will brachte es auf den Punkt: „Unsere Schule wird bei Umsetzung des Koalitionsvertrages in 4-5 Jahren nicht mehr bestehen. Die Schülerzahlen sind dann zu gering.“ Momentan werden an der Förderschule noch 80 Schülerinnen und Schüler in acht Klassen nach der Montessori-Pädagogik unterrichtet. Im nächsten Schuljahr werden es nur noch 70 sein. Mike Kochan-Rönisch bestätigte, dass er keine Möglichkeit sehe die Schule als Förderschule Schwerpunkt Lernen zu erhalten. Allerdings sei es denkbar die Förderschule zu einem Förderzentrum zu entwickeln, das die inklusiven Schulen bei der Durchführung von sonderpädagogischer Förderung unterstützt. Gudrun Pieper berichtete, dass im Kreistag bereits ein Resolutionsantrag erarbeitet wurde, der ein landkreisweites Konzept zur Zukunft der Förderschulen und Nachnutzung der Gebäude fordert. Um den Leerstand des Schulgebäudes zu vermeiden, wäre in Schwarmstedt eine Möglichkeit eine Verknüpfung mit der KGS anzustreben. Das Montessori-Konzept habe sich mittlerweile als sicheres Standbein der Schule an der Alten Leine erwiesen. „Viele Eltern entscheiden sich speziell aus diesem Grund für unsere Schule“, erklärte Will. Der Schulleiter wünscht sich den Montessori-Zweig aufrecht zu erhalten und innerhalb der KGS weiterzuführen. Auch die Nutzung der Räumlichkeiten durch die KGS bringe entscheidende Vorteile. „In den kleinen Klassenräumen der Förderschule besteht, wenn es nötig ist, eine optimale Rückzugsmöglichkeit für Schülerinnen und Schüler mit Unterstützungsbedarf“, ergänzte Gudrun Pieper und bekräftigte, wie wichtig der entschleunigte Charakter und der beschütze Rahmen der Förderschulen sei. Die Inklusion im Sekundarbereich befindet sich allerdings erst im Anfangsstadium. Weiterbildungsangebote für die Lehrkräfte sind notwendig, um allen Schülerinnen und Schülern gerecht zu werden, doch die sind Mangelware. „Mit der Inklusion gibt es natürlich einen erhöhten Bedarf an Sonderpädagogen, der zurzeit kaum gedeckt werden kann. Die Fortbildungen sind sogar teilweise überbucht“, berichtete Kochan-Rönisch. Der Dezernent kündigte an, dass der Bedarf bereits erkannt wurde und die Angebote ausgebaut werden.

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