Neuigkeiten

11.11.2008, 15:23 Uhr
Gudrun Pieper besucht Hans-Brüggemann-Schule
Zukunft ungewiss

Walsrode. „Wo sind wir in 10 Jahren? Gibt es die Förderschule Lernen langfristig noch?“ Diese Frage beschäftigt Schulleiter Klaus Rieper und seine Kollegen schon seit längerer Zeit. Denn obwohl sich die Förderschule Lernen weiterentwickelt hat, fühlen sie sich von der Politik im Hinblick auf die zukünftige Organisationsform dieser Schulform manchmal allein gelassen. Zusätzlich stößt die Schule häufig auf eine teilweise ablehnende Haltung von Außen. Bei ihrem kürzlichen Besuch konnte sich Landtagsabgeordnete Gudrun Pieper (CDU) dieser brisanten Thematik annehmen und Lösungsansätze aufzeigen.
Mit ihren 120 Schülern stellt sich die Hans-Brüggemann-Schule sehr stabil dar. Die Kinder und Jugendlichen werden in einer gut ausgestatteten Schule gefördert. Eine ansprechende Lehrküche und ein gut ausgestatteter EDV-Raum zeigen die zukunftsweisende Ausrichtung der Schule. Mit dem Abschluss der Förderschule Lernen kann durchaus im Anschluss ein Hauptschulabschluss erzielt werden. Fast alle Schüler aus den Förderklassen Sprache wechseln nach 2 Jahren wieder in die Grundschule.

Doch mit der Integration in eine „normale“ Schule treten neue Probleme auf. Personalvertreterin Frau Eggers machte deutlich wie wichtig in dem Zusammenhang eine gute Vorbereitung und Schulung der Lehrkräfte für integrative Beschulungsformen sei. Zumal die Frage im Raum stünde, ob Schüler, die eine besondere Förderung benötigen, nicht generell in den Regelschulen unterrichtet werden sollen. Pieper wandte ein, dass eine Integration für manche Kinder auch eine absolute Überforderung bedeuten könne. Dies in Einklang zu bringen sei eine schwierige Aufgabe, die es zu lösen gelte.

„Die Lehrkräfte leisten hier eine sehr vernünftige Arbeit.“ betonte Schulleiter Rieper. „Allerdings sind sie Anlaufstelle für jegliche Konfliktsituation. Teilweise müssen sie den Unterricht unterbrechen, um z.B. Schulschwänzer ausfindig zu machen.“ so Rieper weiter. Deshalb werde ein Sozialarbeiter dringend benötigt, der die Lehrer in dieser Hinsicht entlasten könne. Piepers Vorschlag, anstatt der Neubesetzung einer Lehrerstelle einen Sozialarbeiter einzustellen, wurde von allen Anwesenden mit Interesse aufgenommen. „Dabei ist jedoch zu beachten, dass der Rahmenlehrplan einzuhalten und der Unterricht gewährleistet ist“, so Pieper abschließend. Die Landtagsabgeordnete versicherte in Kontakt zu bleiben und alle Themen im Kultusausschuss einzubringen. 

Diese Seite in einem sozialen Netzwerk veröffentlichen:

  • Twitter
  • Facebook
  • MySpace
  • deli.cio.us
  • Digg
  • Folkd
  • Google Bookmarks
  • Yahoo! Bookmarks
  • Windows Live
  • Yigg
  • Linkarena
  • Mister Wong
  • Newsvine
  • reddit
  • StumbleUpon