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26.09.2012, 11:43 Uhr
Lebendige Kirche
Landtagsabgeordnete Gudrun Pieper zu Gast beim Förderkreis „Arche“ in Eickeloh
Eickeloh. Mit seinen etwas über 1000 Mitgliedern ist die Kirchgemeinde Eickeloh/Hademstorf eine der kleineren Gemeinden im Heidekreis. Dennoch lässt das Engagement im Dorf manche Stadtkirche vor Neid erblassen. Pastorin Silke Deyda und Dr. Michael Kosinowski, Vorsitzender des Förderkreises „Arche Eickeloh - Hademstorf" berichteten der Landtagsabgeordneten Gudrun Pieper (CDU) wie sich das Gemeindeleben gestaltet und welche Ziele der Förderkreis verfolgt.
 
Günther Drewes (Vors. CDU Ahlden), Pastorin Silke Deyda, Gudrun Pieper, Dr. Michael Kosinowski, Almut Detmering (stellv. Vors. CDU Ahlden)
„Die Kirche lebt vom persönlichen Gesicht. Entscheidungen für unsere Gemeinde dürfen nicht an anderen Orten fallen“, macht Dr. Kosinowski deutlich. Die Gemeindemitglieder wissen zu schätzen, dass sie „ihre“ Pastorin haben. Denn ursprünglich sollte die Pfarrstelle Eickeloh gestrichen werden. Dem im Jahr 2009 gegründeten Förderkreis ist es zu verdanken, dass Frau Deydas Halbtagsstelle auf 75% aufgestockt werden konnte, damit sie die Aufgaben vor Ort in vollem Umfang wahrnehmen kann.
Die Seelsorge nimmt dabei einen großen Teil der Gemeindearbeit ein. Die Funktion des Pastors als Vertrauensperson ist auf dem Dorf noch voll erhalten. Sowohl persönlich als auch telefonisch richten sich viele Gemeindemitglieder mit ihren Sorgen und Nöten an die Geistliche.
Mittlerweile zieht es auch viele Gäste aus anderen Gemeinden in die Kirche nach Eickeloh. Silke Deyda ist erfreut: „Die Hälfte der Gottesdienstbesucher kommen von außerhalb.“ Die besonderen Gottesdienste sind es, warum die Besucher auch lange Fahrtstrecken auf sich nehmen. So wurde unter dem Motto „Kirche in anderem Licht“, mit Verwendung verschiedener Farblichteffekte, eine einzigartige Atmosphäre herbeigeführt.
„Kirche muss lebendig bleiben, um etwas zu bewirken“, bringt es die Pastorin auf den Punkt. Umso wichtiger ist auch die Einbeziehung von Kindern und Jugendlichen in den Gemeindealltag. „Die seelische Verwahrlosung nimmt sehr stark zu“, prangert Silke Deyda an. „Es sind schon lange nicht mehr die sozialschwachen Eltern, die wenig Verantwortung gegenüber ihren Kindern übernehmen. Auch Kinder finanziell sehr gut gestellter Eltern sind immer häufiger sich selbst überlassen.“ Mit sinnvollen Angeboten, wie z.B. dem Projekt „Kirche und Fußball“, möchte man den Heranwachsenden ein verlässliches Umfeld und feste Strukturen vermitteln.
Eine besondere Aktion des Förderkreises ist der „Stiftertropfen". Drei verschiedene Weine aus der Pfalz mit dem Etikett der Arche stehen zur Auswahl. Ein Teil des Verkaufspreises kommt dem Förderkreis zu Gute, damit es der Gemeinde auch in Zukunft möglich ist ihre Selbstständigkeit zu erhalten.

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