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27.08.2012, 09:58 Uhr
Selbstständigkeit erhalten
Landtagsabgeordnete Gudrun Pieper besucht „De Teestuv“ in Bomlitz
Bomlitz/Benefeld. Einfaches Ballwerfen, gemeinsames Singen oder Malen. „Was hier aussieht wie Spiele im Kindergarten erfordert für unsere Gäste eine hohe geistige Leistung.“ Leiterin Elsbeth Heerlein und ihr Team betreuen in „De Teestuv“ am Waldstadion in Bomlitz tagsüber professionell Menschen mit demenziellen Erkrankungen. Landtagsabgeordnete Gudrun Pieper ließ es sich nicht nehmen, zusammen mit CDU-Gemeindeverbandsvorsitzendem Peter Jahnke, im Rahmen ihrer Sommertour auch in „De Teestuv“ ein weiteres Mal einzukehren.
 
„Wenn die Angehörigen zu uns kommen sind sie meistens mit ihren Kräften am Ende“, berichtet Elisabeth Heerlein. Denn einen pflegedürftigen Menschen zu betreuen, ist eine schwere Aufgabe. Zu den körperlichen, seelischen und sozialen Belastungen kommen häufig auch noch finanzielle hinzu. „Leider mangelt es oft an der nötigen Aufklärung über die Betreuungsmöglichkeiten im Alter“, beklagt die Teestuv-Leiterin. Durch die Tagespflege erfahren die Pflegenden eine enorme Entlastung. Eine bessere Zusammenarbeit mit den beteiligten Institutionen sei allerdings erforderlich, da das Thema Pflege sehr komplex ist. Die passgenauen Angebote zu finden, sei nicht einfach. Deshalb beinhaltet die Tagespflege nicht nur die Betreuung der Gäste, sondern sie bietet den Angehörigen auch eine Demenzberatung an.
 
Die 12 Plätze in der Tagespflege sind zurzeit sehr gut belegt. Zusätzlich kommen noch bis zu 7 Gäste täglich zur stundenweisen Betreuung. Ein Fahrdienst holt die Besucher ab und bringt sie wieder nach Hause. In der Zeit von 8-16Uhr erfahren die Demenzkranken eine sinnvolle Beschäftigung in der Gemeinschaft. Kontakte zu anderen Menschen werden gefördert und unterstützt. Auch die Mahlzeiten werden gemeinsam eingenommen. Es stehen bequeme Sessel, eine Couch und sogar ein Ruheraum mit Bett zur Verfügung. Die geistige Anforderung steht hier im Vordergrund, damit die Selbständigkeit möglichst lange erhalten werden kann. „Wir geben hier nur eine Hilfestellung. Die Menschen sollen so viel möglich selber machen, auch wenn manches dadurch länger dauert“, hebt Heerlein hervor.
 
Da diese Art der Tagespflege im Landkreis momentan einzigartig ist, kommen die Kunden sogar aus Rethem, Hodenhagen oder Hademstorf. Gudrun Pieper machte jedoch deutlich, dass mit dem steigenden Anteil an älteren Menschen in unserer Gesellschaft zukünftig neue Einrichtungen in anderen Gemeinden im Heidekreis entstehen werden, damit eine adäquate Betreuung und Entlastung der Familien stattfindet.

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