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23.08.2012, 09:55 Uhr
Aus der Region für die Region
 
Nordkampen. Der familiengeführte Betrieb der Landbäckerei Meyer ist mit seinem 40 köpfigen Team, verteilt auf die Standorte Nordkampen, Hohenaverbergen, Kirchboitzen und die Lange Straße in Walsrode, eigentlich sehr gut aufgestellt. Doch kleine mittelständische Unternehmen haben es in der heutigen Zeit nicht leicht sich auf dem Land zu behaupten. An welchen Ecken der Schuh drückt und warum sie trotzdem weiterzumachen, erläutert Geschäftsführerin Tina Meyer, die sich gemeinsam mit ihrem Bruder Jan 2009 dafür entschieden hat, den Betrieb in 4. Generation weiterzuführen, der Landtagsabgeordneten Gudrun Pieper (CDU) bei einem Rundgang durch ihren Betrieb.
 
Seit mittlerweile 101 Jahren existiert die Bäckerei Meyer in Nordkampen. Seitdem hat sich einiges verändert, doch die handwerkliche Herstellung der Backwaren ist bis heute geblieben. „Bei uns wird jedes Brot ohne Backmischungen hergestellt. Es wird noch per Hand in herkömmlicher Weise gefertigt. Wir setzen auf Qualität “, stellt Tina Meyer klar. Dadurch hat sich die Landbäckerei einen sehr guten Namen gemacht. Neben vielen Stammkunden werden der Weltvogelpark, das Schützenzeltlager in Bad Fallingbostel und viele Gaststätten im Heidekreis regelmäßig mit Meyers hochwertigen Backwaren beliefert.
Doch steigende Lohn-, Energie- und Rohstoffkosten bringen den Betrieb an seine Grenzen. Für immer mehr kleine Betriebe dieser Art bedeutet dies das Ende. Von den 20.000 Bäckereien im Jahre 2000, existieren jetzt noch 14.000 in ganz Deutschland. Jan und Tina Meyer aber blicken positiv in Zukunft der Bäckerei – mit Tradition, Qualität und einem guten Team!
Ein Wunsch der beiden ist, auch den Edeka-Lebensmittelbereich entgegen der Trends auf dem Land erhalten zu können – solange es möglich ist. Nicht nur die Nordkämper, auch der Tourismus in Nordkampen und die umliegenden Dörfer profitieren von Meyers Edeka Markt. Nicht nur Nordkampen würde es spüren, wenn Meyers das Lebensmittelgeschäft aufgeben würden, auch der „rollende Supermarkt“ würde verschwinden. Tina Meyer erläutert Gudrun Pieper den hohen Stellenwert des Verkaufswagens: „Mein Opa hat schon früher mit Pferd und Wagen die einzelnen Höfe angefahren auf den gleichen Wegen wie heute. Wenn man einmal gefahren ist, kann man nicht einfach wieder aufhören. Das Herz hängt daran.“ Denn für viele ältere Menschen ist diese Form des Einkaufens die einzige Möglichkeit einmal selbst schauen und aussuchen zu können. Die Wege in die Stadt sind für sie zu beschwerlich. Die positive Resonanz auf den Verkaufswagen ist ungebrochen.
Gudrun Pieper wird sich über Förderungsmöglichkeiten informieren, um der Region eine Perspektive aufzuzeigen, die den Erhalt des Nahversorgungsangebots sichert.

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