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13.11.2008, 15:20 Uhr
Gudrun Pieper besucht die BBS
Einrichtung des Wirtschaftsgymnasiums stärkt Schulstandort Walsrode

Walsrode . “Wir haben uns über die positive Stellungnahme des Landkreises zur Einrichtung eines Fachgymnasiums Wirtschaft an den Berufsbilden Schulen Walsrode sehr gefreut.“ Dies unterstrich Schulleiterin Ulrike Rusack als kürzlich die Landtagsabgeordnete Gudrun Pieper (CDU) die Schule besuchte. “Wir kommen damit dem Ziel mehr jungen Menschen den Weg zum Abitur zu ebenen einen Schritt näher”, so Rusack. Gleichzeitig werde durch die Erweiterung des Bildungsangebotes der Schulstandort Walsrode gestärkt. Nun gehe es darum von der Landesschulbehörde grünes Licht zu bekommen. Pieper sagte dazu ihre Unterstützung zu.

Sorge bereitet der Schulleitung hingegen die beabsichtigte Neufassung der BBS-Verordnung. Darin ist vorgesehen, so genannte Berufsfachschulen einzurichten, die durch freiwillige Vereinbarungen mit der Wirtschaft als erstes Lehrjahr anerkannt werden sollen. Ulrike Rusack und ihre Kollegen sehen in der Praxis jedoch vielfältige Umsetzungsprobleme.

„Mit der Veränderung der beruflichen Vollzeitschulformen werden weiterführende Bildungs- und Schulabschlüsse erschwert und damit die bisherige Durchlässigkeit des Bildungssystems“, so die Schulleiterin

“In vielen Berufen wurde auch in der Vergangenheit die Berufsfachschule nicht auf die Lehrzeit angerechnet. Ich glaube nicht, dass sich die Haltung der Betriebe dazu grundlegend geändert hat”, erläuterte die Schulleiterin. Zudem gebe es in vielen Branchen gar keinen Ansprechpartner, mit dem eine Anrechnungsvereinbarung geschlossen werden könne.

Hinzu komme, dass die für einige Berufe aufgrund der geringen Zahl an Ausbildungsplätzen gar keine Klassen einrichten ließen bzw. nicht alle Schüler die realistische Perspektive hätten, später in dem gewählten Beruf auch eine Ausbildungsstelle zu finden. Zudem müssten sich die Schülerinnen und Schüler gleich zu Beginn auf eine Berufsfachschule und damit auf einen bestimmten Beruf entscheiden. “Die Erfahrung zeigt jedoch, dass derzeit viele Schüler hinsichtlich der beruflichen Wünsche vollkommen unorientiert an die BBS kommen”, erklärte Rusack.

Abschließend plädierte die Schulleiterin für ein möglichst einfaches Verfahren zur Umsetzung der neuen Verordnung sowie angemessene Übergangszeiten. Die Abgeordnete Pieper sagt zu, die Anregungen in Hannover beim Kultusministerium vorzubringen. Ihr sei wichtig, dass die Durchlässigkeit des Bildungswesens auch künftig gegeben sei. Dies gelte auch für die berufliche Ausbildung. „Die Anknüpfung der Berufsfachschule an weiterführende Ausbildungsgänge müsse daher auch künftig gewährleistet sein“, so Pieper abschließend.

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