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05.12.2008, 15:11 Uhr
Gudrun Pieper zu Besuch in der Lebenshilfe Walsrode
Walsrode. Die Lebenshilfe Walsrode hat sich für die Zukunft einiges vorgenommen.
Margret Kühling, Gudrun Pieper, Ulrike Ziemer (von links)
Nicht ohne Stolz verkündet Geschäftsführerin Margret Kühling, bei einem Treffen mit der Landtagsabgeordneten Gudrun Pieper (CDU), die Eröffnung einer Kinderkrippe im August 2009. Die Krippe wird auf dem Gelände des städtischen Kindergartens in der Grünstraße eingerichtet. Dafür wird die Stadt Walsrode ein neues Gebäude bauen. Langfristiges Ziel soll es sein, eine integrative Krippe zu schaffen. Margret Kühling erläutert die Notwendigkeit: „Leider wird es Eltern von behinderten Kindern sehr schwer gemacht, wieder in das Berufsleben einzusteigen. Es kann nicht sein, dass diesen Familien keine Zukunftsperspektiven aufgezeigt werden.“ Ulrike Ziemer, Leiterin der Frühförderung, ergänzte: „Bis jetzt ist in unserem Landkreis die Frühförderung auf das häusliche Umfeld beschränkt. Es wäre ideal die Frühförderung in den Krippenalltag zu integrieren.“ Pieper begrüßte dieses Vorhaben.

Trotz der Freude über die Trägerschaft der Krippe, bereitet der Lebenshilfe die Landesrahmenempfehlung zum SGB XII zur Umsetzung der interdisziplinären Frühförderung Sorge. Die darin enthaltenen Leistungen, wie medizinische, therapeutische und pädagogische Förderung, seien nach Ansicht von Ziemer lobenswert, allerdings sind die hohen Anforderungen, die es zu erfüllen gilt, mit den geplanten Pauschalen nicht bezahlbar. Gerade im ländlichen Raum würden viele Kinder nicht die erforderliche Förderung erhalten, da die mobile Betreuung in den Hintergrund gestellt wird. Kühling fügt hinzu: „Die bisherigen Abrechnungs- und Durchführungsformen haben sich bestens bewährt.“ Zurzeit wird die heilpädagogische Frühförderung nur von Frühförderstellen der Lebenshilfe im Landkreis angeboten. Frau Pieper äußerte Bedenken, wenn sich nach Abschluss der Landesrahmenempfehlung die interdisziplinäre Frühförderung auf dem ländlichen Sektor durchsetzt. Pieper hob hervor, wie wichtig es sei, dass die Qualität weiterhin erhalten bliebe. Deshalb bestünde die Aufgabe des Sozialministeriums in der Überwachung und Kontrolle dieser interdisziplinären Frühförderstellen. Kühling ergänzte: „Es bleibt spannend abzuwarten wie sich dieser Bereich entwickeln wird.“ Gudrun Pieper sicherte zu weiter im Dialog zu bleiben.  

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