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19.08.2011, 12:05 Uhr
Gudrun Pieper MdL und Sozialministerin Özkan kümmern sich um Pflegenachwuchs

Hannover/Heidekreis.
Niedersachsens Sozialministerin Aygül Özkan und die CDU-Landtagsabgeordnete Gudrun Pieper haben gemeinsam auf die Nachwuchsinitiative Pflege des Landes Niedersachsen hingewiesen: "Wir wollen gute Pflegeangebote für die Menschen in Niedersachsen langfristig sichern und den Pflegeberuf attraktiver machen. Pflegeberufe sind zukunftsfeste Berufe."
 
Die Landesregierung hat die bislang sehr gut angenommene Schulgeldförderung in Höhe von 50 Euro monatlich (rückwirkend ab Februar 2011) auf bis zu 100 Euro monatlich erhöht. Künftig stehen jährlich Mittel in Höhe von gut 2,9 Millionen Euro zur Verfügung. Zurzeit sind in Niedersachsen so viele Menschen in der Altenpflegeausbildung wie niemals zuvor. Seit 2008 gab es einen Anstieg um 1.000 Auszubildende - das sind fast 20 Prozent mehr. "Wir wollen noch mehr Menschen für Pflegeberufe begeistern. Die positive Entwicklung wollen wir fortsetzen", so Sozialministerin Aygül Özkan.
Im Herbst 2011 und im Frühjahr 2012 starten die Aktionswochen Altenpflegeausbildung. Ziel der Aktionswochen an Regelschulen ist, dass Auszubildende an den Altenpflegeschulen mit Schülerinnen und Schülern, die sich in der Berufsfindungsphase befinden, in Kontakt treten und für ihren Beruf werben. Die Altenpflegeschulen sollen sich darum bemühen, zusätzlich kooperierende Pflegeeinrichtungen in ihrem Einzugsgebiet zu gewinnen, die zum Beispiel "Tage der offenen Tür", Praktika oder "Schnuppertage" anbieten. Altenpflegeschulen steht hierfür pro Aktion an einer Schule ein Pauschalbetrag von bis zu 1.000 Euro zur Verfügung.
 
Darüber hinaus setzt sich die Landesregierung auf Bundesebene für eine Vereinheitlichung in der Ausbildung der Kranken- und Altenpflege ein. Allein in Niedersachsen wird die Zahl Pflegebedürftiger in den nächsten 20 Jahren um rund 90.000 von heute 260.000 auf 350.000 Menschen ansteigen. Gleichzeitig lauten die Prognosen, dass die Gesamtbevölkerung von 7,9 Mio. auf 7,4 Mio. Menschen sinken wird.
 
Aygül Özkan wies auf die Vereinbarung des Landespflegeausschuss von Anfang April 2011 hin, einen Pflegepakt für Niedersachsen abzuschließen. Neben vielen anderen Themen stehen auch die Pflegesätze für die niedersächsischen Pflegeheime auf der Tagesordnung. Festzustellen ist dabei, dass es innerhalb Niedersachsens große regionale Unterschiede gibt. In den Ballungsräumen wie zum Beispiel Hannover und Osnabrück ist das Pflegesatzniveau auf der Höhe des Bundesdurchschnitts. In ländlich geprägten Regionen hingegen liegt es teilweise weit unterhalb des niedersächsischen Durchschnitts. Gerade dort - in diesen ländlichen Gebieten - soll eine genaue Analyse erfolgen. Das Sozialministerium ist zuversichtlich, dass der Landespflegeausschuss zu Lösungsansätzen kommen wird. Tatsache ist dabei, dass Pflegesätze von den Einrichtungsträgern mit den Kommunen und Pflegekassen verhandelt und vereinbart werden, nicht vom Land.
Die Ministerin wird sich vor Ort ein Bild über Pflegeeinrichtungen machen. „Ich bin erfreut, dass Ministerin Özkan meine Einladung angenommen hat und am 26. August den Dorotheenhof in Schwarmstedt besucht. Direkt vor Ort können wir somit im Dialog die praktische Seite des Pflegeberufes betrachten, um so auch zukunftsfähige Handlungskonzepte weiterzuentwickeln“, so Pieper abschließend.

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