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21.06.2011, 08:07 Uhr
Keine Angst vor Inklusion
CDU Landtagsabgeordnete Gudrun Pieper besucht Förderschule in Schwarmstedt
Schwarmstedt. Das Thema Inklusion ist derzeit durch die Umsetzung der UN Konvention in aller Munde. Bereits zum Schuljahr 2012/2013 soll die sonderpädagogische Grundversorgung an den Grundschulen auf freiwilliger Basis eingeführt werden und Kindern mit dem Förderbedarf Lernen ab 2013 ermöglicht werden. Das Elternwahlrecht steht hierbei im Vordergrund.

Wie aber sieht die derzeitige Situation an den Schulen in unserem Landkreis aus? Landtagsabgeordnete Gudrun Pieper (CDU) erkundigte sich mit der CDU Samtgemeindebürgermeisterkandidatin Dorothee Hiby-Durst vor Ort nach dem aktuellen Stand an der Förderschule „An der alten Leine“ in Schwarmstedt bei Schulleiter Burkhard Will und Petra Keil, Schulleiterin der Wilhelm-Röpke Grundschule.
„Wir haben keine Angst vor der Inklusion“, so Keil. „Allerdings ist noch einiges an Vorarbeit nötig.“ Z.B. würden zusätzliche Klassenräume benötigt, da Inklusionsklassen in der Regel eine geringere Klassengröße haben. Da diese Klassen mit mindestens zwei Lehrkräften unterrichtet werden, müssten zusätzliche Sonderpädagogen zur Verfügung stehen. Will fügte hinzu, dass einige Kinder mit emotional-sozialem Förderbedarf eine spezielle Aufmerksamkeit benötigten und in einem inklusiven Unterricht einen höheren Personalschlüssel benötigen. Hierfür müsse eine Lösung geschaffen werden. Gudrun Pieper, die als Leiterin einer Einrichtung mit körper- und mehrfach behinderten Kindern, auf eine langjährige Erfahrung in diesem Bereich zurückgreifen kann, hob hervor, wie wichtig Einzelfallhilfen seien.
Schulleiterin Keil wies darauf hin, dass eine Inklusion keine „Hau-Ruck-Aktion“ sein dürfe. „Zurzeit machen wir viele kleine Schritte in Richtung Inklusion. Allerdings sind noch einige Fragen offen, zumal Kinder mit besonderem Förderbedarf nicht nur qualitative und professionelle Hilfen benötigen, sondern auch einen geschützten Raum für individuelles Lernen.“ So ist beispielsweise eine jahrgangsübergreifende Eingangsstufe angedacht. Zudem besteht die Überlegung aus der Förderschule eine inklusive Schule zu machen. Gudrun Pieper sicherte den Schulleitern ihre Unterstützung auf dem Weg zur Inklusion zu. „Der Weg des Kultusministeriums, die pädagogischen Fachkräfte zu schulen, ist richtig. Derzeit nehmen 800 Kräfte niedersachsenweit an der entsprechenden Fortbildung teil, was dem Land 920.00 Euro kostet. Dies sind aber gut investierte Kosten in unserem Bildungssystem“, so Pieper abschließend.

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