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21.04.2010, 08:02 Uhr
Gudrun Pieper besuchte Superintendent Ottomar Fricke










Walsrode.
 Bereits mit Amtsvorgängerin Petra Wallmann hatte sich Gudrun Pieper zum regelmäßigen Meinungsaustausch getroffen. Dieser Tradition folgend kam sie kürzlich mit dem neuen Superintendenten Ottomar Fricke zu einem Gespräch zusammen. “Es ist sinnvoll, dass sich Abgeordnete und Vertreter der Kirche austauschen. Viele Herausforderungen sind nur gemeinsam anzugehen”, so Pieper. Und so war die Themenpalette, die sie gemeinsam mit Fricke erörterte dann auch lang.
Ganz oben auf der Agenda stand die Kinder- und Jugendarmut, die mehr oder weniger ausgeprägt in allen Kommunen des Heidekreises anzutreffen ist. 
 
Ein weiteres Thema war das Projekt “wellcome”, das vor einigen Jahren bundesweit ins Leben gerufen worden ist. Im Rahmen des Projektes erhalten Familien Unterstützung unmittelbar nach der Geburt des Kindes, um den anfangs ungewohnten “Baby-Stress“ zu bewältigen. Superintendent Fricke erklärte dazu, dass es im ländlichen Raum kaum Bedarf bestehe. Er gehe daher davon aus, dass “wellcome” im Landkreis Soltau-Fallingbostel auslaufen wird.
 
Auch über die Bildungspolitik tauschten sich Pieper und Fricke aus. Dabei verlieh der Superintendent seiner Sorge Ausdruck, dass es durch die zunehmende Ganztagsbeschulung zu zeitlichen Kollisionen mit dem Konfirmandenunterricht und auch der Jugendarbeit in den Vereinen komme. “Hinzuzurechnen sind noch die Fahrzeiten der Schülerinnen und Schüler. Wir sind teilweise bereits gezwungen den Konfirmandenunterricht auf die Samstage zu legen, was den Jugendlichen natürlich nicht sehr gefällt“, so Fricke. Zudem kollidiert dies mit den Vereinen und Verbänden. Êin diskutierter Lösungsansatz ist es den Unterricht an den Schulen abzuhalten, damit zumindest keine zusätzlichen Fahrzeiten entstehen. Doch diese Möglichkeit habe sich nicht bewährt, weil dadurch nach Schultypen unterrichtet würde und der Orts- sowie Gemeindebezug leide. “Wir dürfen unsere Jugendlichen nicht überfordern“, gab Fricke zu bedenken. „Sie brauchen ihre soziale Gemeinschaft“, so Fricke.
Gudrun Pieper teilte diese Auffassung und wurde darin bestärkt, sich auch weiterhin für eine wohnortnahe Beschulung einzusetzen.

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