Neuigkeiten

19.01.2010, 08:46 Uhr
Gudrun Pieper und Dr. Karl-Ludwig von Danwitz: „Gemeinsamer Unterricht von Haupt- und Realschülern bietet neue pädagogische Chancen und erhält Schulstandorte“
Neuer Erlass ermöglicht die erweiterte Zusammenarbeit von Haupt- und Realschulen


„Mit der erweiterten Zusammenarbeit von Haupt- und Realschulen bieten wir den Schulträgern die Möglichkeit, ein besonderes schulisches Angebot einzurichten. Unser Ziel ist es, einen schulischen Maßanzug für jede Region zu schaffen“.
Niedersachsen wird mit diesen Erlassen zum Bundesland mit den vielfältigsten und differenziertesten Angeboten aller Bundesländer, so Pieper und von Danwitz.

Mit den neuen Erlassen wird bzw. werden:
a) unser gegliedertes und differenziertes Schulsystem  nachhaltig weiterentwickelt.

b) auf die Auswirkungen des demographischen Wandels mit zum Teil stark zurückgehenden Schülerzahlen angemessen reagiert.

c) die schulische Qualität gesichert und zukunftsorientiert weiterentwickelt.

d) auf das veränderte Schulwahlverhalten der Eltern reagiert.

e) die Standorte kleiner Schulen gesichert und langfristig gefestigt.

f) den Schulträgern eine große Verantwortung und zusätzliche
Entscheidungsspielräume zur Gestaltung eines regional tragfähigen schulischen Maßanzugs gegeben.
 

Der Erlass, der jetzt in die Anhörung geht, sieht vor, dass Haupt- und Realschüler nach Entscheidung der Schule in allen Fächern gemeinsam unterrichtet werden. Ausgenommen sind die Fächer Deutsch, Mathematik und Englisch. In diesen Fächern wird schulformbezogen unterrichtet. Der gemeinsame Unterricht kann bis einschließlich der Klasse acht durchgeführt werden.

In den Klassen neun und zehn werden die Schülerinnen und Schüler wieder nach Haupt- und Realschulzweigen profiliert unterrichtet. So können die Schüler optimal auf ihre Berufsausbildung und oder auf eine weiterführende Schulausbildung vorbereitet werden.

In den kleineren Haupt- und Realschulen kann nach Entscheidung der Schule zur Vermeidung von jahrgangsübergreifenden Unterricht (Kombiklassen) auf Antrag und nach Genehmigung durch die Landesschulbehörde in allen Fächern ein gemeinsamer Unterricht von Haupt- und Realschülern über die gesamte Schulzeit der Klassen fünf bis zehn stattfinden. Dabei fördern die Schulen die Schülerinnen und Schüler durch andere Differenzierungsmaßnahmen.

„Mit dem Erlass ist auch eine umfangreiche und verbesserte Zusammenarbeit mit den berufsbildenden  Schulen vorgesehen. Diese Zusammenarbeit erhöht die Durchlässigkeit. So erleichtern wir den jungen Menschen den Weg in eine Berufsausbildung oder eröffnen ihnen den Weg über das Fachgymnasium bis zum Erreichen der Hochschulreife nach 13 Jahren. An diesem neuen Modell besteht in vielen Regionen unseres Landes großes Interesse. Die kommunalen Spitzenverbände unterstützen die erweiterte Zusammenarbeit“, erklärten Gudrun Pieper und Dr. Karl-Ludwig von Danwitz.
Diese neuen Erlasse werden dem Kreiselternrat von den beiden Landtagsabgeordneten in Kürze vorgestellt. Außerdem ist vorgesehen, bei einem Runden Tisch mit den Schulleitern die geplanten Änderungen zu diskutieren.
 

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