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15.05.2009, 16:17 Uhr | Geschrieben von Gudrun Pieper
Niedersächsischer Landtag will Gleichberechtigung von Frauen und Männern stärken
CDU-Landtagsabgeordnete Gudrun Pieper: „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit ist wichtigstes Ziel“

Der Niedersächsische Landtag hat jetzt auf Antrag der Landtagsfraktionen von CDU und FDP die Stärkung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern beschlossen. „Der Landtag hat sich klar zur Gleichberechtigung von Frauen und Männern in allen Lebensbereichen bekannt. Für uns ist das Ziel „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ vorrangig. Wir wollen, dass Frauen gleichberechtigt für eine moderne Gesellschaft, für eine moderne Politik stehen“, zeigte sich Landtagsabgeordnete Gudrun Pieper mit dem Abstimmungsergebnis zufrieden.

In diesem Jahr besitzen Frauen seit 90 Jahren das Wahlrecht. Am 19. Januar 1919 wählten Frauen zum ersten Mal in der deutschen Geschichte, 300 Frauen kandidierten bei der Wahl zur verfassungsgebenden Nationalversammlung, nur 37 von ihnen wurden gewählt.

Ein guter Anlass, über den Fortschritt der Gleichberechtigung in unserem Land nachzudenken, findet Gudrun Pieper. In ihrer Rede verwies die Frauenpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion auf wichtige Erfolge von aktiven Politikerinnen in den letzten Jahrzehnten: 1949 die Witwenrente, 1952 das Mutterschaftsschutzgesetz, 1955 das Kindergeld und 1957 das Verbot von Frauenlohngruppen.

Handlungsbedarf sieht Pieper, die auch Vorsitzende des CDU-Kreisverbandes Soltau-Fallingbostel ist, vor allem noch bei Stichworten wie Frauen in Führungspositionen, gleichwertige Verdienstmöglichkeiten, unbezahlte Haus- und Familienarbeit und Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

„Gleichstellungspolitik muss aber mehr sein, als die verbesserte Vereinbarkeit von Familie und Beruf“, erklärte Pieper und forderte, nachhaltige Maßnahmen zur Durchsetzung des Prinzips „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ zu entwickeln und nicht nur Anstrengungen zu unternehmen, wie es die Opposition vorgeschlagen hat. Der tariflich ausgehandelte Lohn sei dabei ein wichtiges Element für mehr Geschlechtergerechtigkeit.

Sie appellierte an die Abgeordneten, gemeinsam die Rechte der Frauen zu stärken, gleichberechtigt in einem gesellschaftlichen Kontext zu stehen und das Modell der gleichberechtigten Partizipation zu vertreten.

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