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Neuigkeiten
30.12.2017, 09:16 Uhr
Personelle Engpässe belasten Polizeibeamte
Heidekreis. Es ist bereits seit vielen Jahren Brauch, dass die CDU-Landtagsabgeordnete Gudrun Pieper, kurz vor Weihnachten, der Polizei einen Besuch abstattet. So besuchte sie auch in diesem Jahr, gemeinsam mit den jeweiligen Gemeindeverbandsvorsitzenden Uta Paschke-Albeshausen, Sabine Jung und Henrik Rump, die Polizeikommissariate Bad Fallingbostel und Walsrode sowie die Polizeistation Schwarmstedt. Pieper nutzte den Besuch nicht nur, um sich bei der Polizei für deren wertvolle Arbeit zu bedanken, sondern auch, um aktuelle Anliegen und künftige Herausforderungen zu diskutieren.

 

„Wir freuen uns über die Entscheidung der Politik, dass 3000 zusätzliche Polizeibeamte eingestellt werden“, teilte der Walsroder Dienststellenleiter Helmut Broocks-Kregel der Abgeordneten mit. Doch bis die neuen Polizeianwärterinnen und -anwärter die Ausbildung abgeschlossen hätten, seien weitere drei bis vier Jahre vergangen. „Die Arbeit wird in der Zwischenzeit allerdings nicht weniger. Das Gegenteil ist der Fall“, berichtete Broocks-Kregel weiter. Krankheit, Elternzeit oder Versetzungen forderten von den Mitarbeitern große Flexibilität. „Mehr Kontakt zu den Bürgern wäre schön, doch mit der Zahl der Leute ist das nicht mehr zu machen", bemängelte der PK-Leiter. Präventionsmaßnahmen sind auf das Nötigste reduziert, die sogenannte Fußstreife sei personell zur Zeit nicht möglich. „Fehlende Polizei auf der Straße beeinträchtigt aber auch das Sicherheitsgefühl der Einwohner“, ergänzte er.  Die Personelle Lage werde durch das EU-Arbeitszeitrecht zusätzlich erschwert, da man für einen Schichtzeitraum von 24 Stunden die erforderliche Planungsfelxibilität nicht mehr hat.

"Die Kollegen sind nicht begeistert von den Änderungen", sagte auch Andreas Bensch, Leiter des Polizeikommissariats Bad Fallingbostel. „Sie wünschen sich ein flexibleres Modell mit Ausnahmeregelungen." Der Polizeidienst brauche Ausnahmen, ähnlich wie Feuerwehr und Rettungsdienst, die nicht von der EU-Regelung betroffen seien, so Bensch weiter.

Die Gewinnung von Nachwuchs erweise sich ebenfalls als Problem. Nicht wenige angehende Polizisten entschieden sich bewusst für eine Dienststelle in den benachbarten Bundesländern, in denen die Besoldung höher sei und ein Aufstieg in eine bessere Gehaltsklasse bereits nach wenigen Jahren möglich. In Niedersachsen sei dies frühestens nach 10 bis 12 Jahren der Fall.

Für die Zukunft bleibt den Leitern deshalb nur ein Wusch: „Wir hoffen, dass es in vier Jahren auch für den Heidekreis zusätzliche Stellen geben wird.“

 

Gudrun Pieper fand lobende Worte für die hohe Professionalität und die große Motivation, mit der die Mitarbeiter der Polizeidienststellen an ihre umfangreiche Arbeit gingen. „Unsere Polizei ist bei der Bevölkerung hoch anerkannt und leistet wichtige Arbeit“, so die Abgeordnete. Sie unterstrich die Aussagen der Beamten, dass die Polizei ihre Aufgaben nur wahrnehmen könne, wenn sie über ausreichend Personal verfüge und wenn „die Bewerber in Niedersachsen bleiben und nicht abwandern“. Die Landtagsabgeordnete versprach sich im Landtag verstärkt für eine Verbesserung einzusetzen.