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Neuigkeiten
08.10.2017, 15:51 Uhr
Frühzeitig auf Ausbildung setzen
 Walsrode. Vor fast einem Jahr hat der DRK Kreisverband das idyllisch gelegene Seniorenpflegeheim am Sunderpark in Walsrode von den Heimbetrieben Hudemühlen übernommen. Nach den ersten Umbau- und Renovierungsarbeiten läuft der Betrieb mittlerweile reibungslos und beständig. Die CDU Landtagsabgeordnete Gudrun Pieper erkundigte sich gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Jungen Union im Heidekreis Timo Albeshausen nach dem aktuellen Stand. DRK-Geschäftsführer Reiner Heming, Einrichtungsleitung Helma Heming und Pflegedienstleiter Matthias Kiaulen nahmen sich Zeit, um das Konzept des Hauses vorzustellen.

 

 „Unser Haus bezahlt die Pflegefachkräfte mit 17,26 Euro/Std. über Tarif“, räumte Reiner Heming gleich eines der Vorurteile aus, die oft im Zusammenhang mit Altenpflege anzutreffen sind. Dennoch sei es nicht einfach, geeignetes Personal zu finden. Deshalb setzte das Ehepaar Heming schon früh auf die Ausbildung von Fachkräften: „Wenn wir uns unseren Nachwuchs selbst heranziehen und fair mit ihnen umgehen, können wir sicher sein, dass sie uns auch später erhalten bleiben.“ Die familiäre Atmosphäre auf der fünf Hektar großen Anlage trage ebenfalls dazu bei, dass sich sowohl Pflegekräfte als auch Bewohner wohlfühlen und eine Beziehung zueinander aufbauen können.

Helma Heming berichtete in diesem Zusammenhang von den verbesserten Möglichkeiten durch das Pflegestärkungsgesetz. Seit diesem Jahr gelten grundlegende Veränderungen im Pflegesystem für Pflegebedürftige, Angehörige und Pflegekräfte. Doch in der Realität kämen die Veränderungen nur langsam in den Einrichtungen an. Die Dokumentation sei ebenfalls vereinfacht worden. Nun brauche es aber Einarbeitungszeit, bis die Umstellung komplett erfolgt sei. Für Gudrun Pieper ist die Aufwertung der Pflege ein wichtiger Baustein. Nur so könne auch zukünftig qualifiziertes Personal gewonnen werden, zumal die Arbeit sich durch eine hohe physische und psychische Belastung auszeichne.

Eine Entlastung könne man beispielsweise durch einen Case-Manager erreichen, der die professionelle Abstimmung und Koordination über Abteilungsgrenzen hinweg leisten soll, erklärt Helma Heming. Zurzeit müsse man lange warten, bis der MDK (medizinische Dienst der Krankenkassen) zu einer Einstufung komme und das Pflegeheim damit eine Kostenerstattung erhalte. Sind zudem keine Angehörigen ausfindig zu machen, muss die Einrichtung selbst tätig werden, um entsprechende Unterlagen zu besorgen, die Bewohner mit Kleidung zu versorgen oder die Wohnung zu kündigen. Gudrun Pieper versprach, sich der Thematik anzunehmen und auf Kreisebene weiter nach vorne zu bringen: „Wir müssen die Chance jetzt für die Zukunft ergreifen. Die Pflege muss besser und flächendeckend organisiert werden.“